AMD will mit Kauf von Serverhersteller näher an Nvidia heran

Reuters · Uhr
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San Francisco (Reuters) - AMD setzt im Kampf um Marktanteile bei hochprofitablen Spezialprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) weiter auf Zukäufe.

Der US-Chip-Produzent gab am Montag die Übernahme des Serverherstellers ZT Systems für 4,9 Milliarden Dollar bekannt. Der Kaufpreis werde zu 75 Prozent in bar beglichen, der Rest in Aktien bezahlt. "KI-Systeme haben bei uns höchste strategische Priorität", sagte AMD-Chefin Lisa Su in einem Interview mit Reuters.

Nach Abschluss der Übernahme solle das Serverherstellungsgeschäft verkauft werden. AMD habe nicht vor, mit Unternehmen wie Super Micro Computer zu konkurrieren. Gespräche mit potenziellen Käufern habe der Konzern aber noch nicht geführt. "Der Hauptvorteil von ZT Systems für unser Unternehmen ist, dass wir mehr GPUs verkaufen", erklärte Su. Damit könnte AMD den Rückstand zum Weltmarktführer Nvidia bei hochprofitablen KI-Grafikprozessoren (GPUs) verringern. Bislang beherrscht Nvidia rund 80 Prozent des Weltmarktes für KI-Spezialprozessoren.

AMD hatte in den vergangenen Monaten mehrere KI-Spezialisten aufgekauft, um seine Software-Sparte zu stärken. Zuletzt hatte der Chip-Hersteller im Juli den finnischen KI-Entwickler Silo AI für rund 665 Millionen Dollar übernommen. AMD geht eigenen Angaben zufolge davon aus, dass ZT Systems bis Ende 2025 zur bereinigten Bilanz des Unternehmens beitragen wird.

Die Aktien von AMD stiegen im vorbörslichen Handel um fast drei Prozent.

(Bericht von Max Cherney, geschrieben von Philipp Krach, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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