Millionen Japaner sollen sich vor Taifun in Sicherheit bringen

Tokio (Reuters) - Millionen von Menschen sollen sich in Sicherheit bringen, große Fabriken stehen still, die Stromversorgung in Teilen unterbrochen und mindestens drei Tote - der Taifun "Shanshan" sorgt in Japan für Chaos und Zerstörung.
Die Behörden wiesen am Donnerstag über das Land verteilt rund 5,2 Millionen Menschen an, Zuflucht vor dem nahenden Unwetter zu suchen, nachdem "Shanshan" im Südwesten Japans mit extremen Windböen und heftigen Regenfällen auf Land getroffen war. Drei Menschen starben durch Folgen des Sturms, zahlreiche wurden den Behörden zufolge verletzt. Die Behörden sprachen von einem der stärksten Stürme, der die Region jemals getroffen habe.
Der Autoriese Toyota schloss alle seine Fabriken, bei den Konkurrenten Nissan und Honda lag die Produktion zeitweise still. Auch Halbleiter-Hersteller wie Renesas und Rohm mussten ihre Fabriken zeitweise herunterfahren. Am Wochenende könnte der Sturm die Hauptstadt Tokio erreichen, teilte der Wetterdienst mit.
Auch in Pakistan und Indien mussten Tausende von Menschen wegen eines Sturms evakuiert werden. Allein im indischen Bundesstaat Gujarat seien mindestens 28 Menschen bei Überflutungen ums Leben gekommen. In der Küstenstadt Jamnagar gebe es seit zwei Tagen keinen Strom mehr, klagte ein Anwohner.
(Bericht von Satoshi Sugiyama und Kiyoshi Takenaka in Japan sowie Sumit Khanna, Shivam Patel und Charlotte Greenfield, bearbeitet von Matthias Inverardi; Redigiert von Hans Busemann; Bei Rückfragen wenden Sie sich bittean unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)