Roche peilt pro Jahr zwei neue bahnbrechende Medikamente an

Reuters · Uhr
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Zürich (Reuters) - Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche will langfristig zwei neue wegweisende Medikamente pro Jahr auf den Markt bringen.

Gleichzeitig sollen die Kosten und die Dauer für die Entwicklung neuer Medikamente zurückgehen. "Alles in allem wollen wir die Ergebnisse verbessern und die Kosten für die Patienten senken", sagte Roche-Konzernchef Thomas Schinecker am Montag bei einer Investorenveranstaltung der Pharmasparte des Konzerns in London.

Die Forschungs- und Entwicklungspipeline enthalte sieben neuartige Wirkstoffe (New Molecular Entity, NME) mit einem Umsatzpotenzial von mehr als drei Milliarden Franken pro Jahr, erklärte Roche. Dazu gehörten auch die in der Entwicklung steckenden Arzneien gegen Fettleibigkeit. Der Arzneimittelhersteller aus Basel hatte die Wirkstoffe CT-388 und CT-996 durch den milliardenschweren Kauf der kalifornischen Firma Carmot Ende vergangenen Jahres erworben und war damit in den boomenden Markt für Abnehmarzneien eingestiegen. Jüngst veröffentlichte klinische Daten zu den Nebenwirkungen hatten die Hoffnungen auf einen Erfolg der beiden Mittel allerdings gedämpft.

Roche zufolge könnten vier weitere Arzneien einen Spitzenumsatz von zwei bis drei Milliarden Franken pro Jahr erreichen. Im Vorfeld der Investorenveranstaltung gab die US-Biotechfirma Regor Therapeutics bekannt, dass sie für 850 Millionen Dollar ein Portfolio experimenteller Brustkrebsarzneien an die Roche-Tochter Genentech verkauft hat.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten für ein neu auf den Markt gebrachtes Medikament will Roche bis 2030 um 20 Prozent reduzieren. Die durchschnittliche Entwicklungszeit soll um 40 Prozent verkürzt werden. Dabei will sich das Unternehmen künftig auf fünf Therapiegebiete konzentrieren: Neurologie, Medikamente gegen Krebs und Blutkrankheiten (Onkologie und Hämatologie), Herz-Kreislauferkrankungen und Augenarzneien.

An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an. Die Roche-Genussscheine zogen um 0,2 Prozent an, während der Schweizer Bluechipindex SMI und der Index der europäischen Gesundheitswerte nachgaben.

(Bericht von Paul Arnold, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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