Digitalbank mit Tenbagger-Ambitionen: Hier schlummert riesiges Potenzial!

Aktienwelt360 · Uhr
Zwei digitale Hände berühren sich

Nicht jeder kennt sie, aber an der Börse ist sie für Wachstumsinvestoren ein Begriff: Nubank, die größte Digitalbank der Welt. An der Börse ist sie unter Nu Holding (WKN: A3C82G) zu finden. Sie hat sich in den letzten Jahren als Vorreiter im Bereich der Fintech-Innovationen etabliert und birgt enormes Potenzial für Anleger.

Die 2013 gegründete brasilianische Bank verfolgt ein disruptives Geschäftsmodell, das klassische Bankdienstleistungen radikal vereinfacht und digitalisiert.

Mit mittlerweile über 104 Millionen Kunden in Lateinamerika und einer schlanken, technologiebasierten Infrastruktur hat Nubank die hohen Kosten traditioneller Banken eliminiert und bietet ihren Kunden günstigere und bequemere Finanzdienstleistungen.

Die Expansion läuft auf Hochtouren und scheint nicht aufzuhalten zu sein. Großbanken sollten sich warm anziehen, wenn die internationale Expansion ähnlich erfolgreich verläuft wie in Lateinamerika. Doch werfen wir zunächst einen Blick auf das Geschäftsmodell, um zu verstehen, was Digital Banking so besonders macht.

Geschäftsmodell: Technologie trifft Effizienz

Die Digitalbank Nubank unterscheidet sich durch ihren rein digitalen Ansatz grundlegend von traditionellen Banken. Es gibt keine physischen Filialen, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führt.

Zudem nutzt die Nubank modernste Technologien wie künstliche Intelligenz und Big Data, um Kreditentscheidungen schnell und präzise zu treffen. Durch diesen datengesteuerten Ansatz kann das Unternehmen seinen Kunden maßgeschneiderte Finanzprodukte anbieten, die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind – von Krediten über Konten bis hin zu Investitionen.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Nubank zielt nicht nur auf wohlhabende Kundenschichten, sondern auch auf die sogenannten Unbanked – Menschen ohne Bankkonto, die in Lateinamerika immer noch eine große Gruppe darstellen. Diese Strategie eröffnet der Bank ein enormes Marktpotenzial in einer Region, in der die Digitalisierung immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Dass dieses Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist, zeigen auch die Zahlen. Im zweiten Quartal 2024 wurden über 20 Millionen neue Kundinnen und Kunden gewonnen – ein Plus von über 56 %. Die direkte Folge: Der Quartalsumsatz explodierte förmlich um 65 % auf 2,8 Mrd. US-Dollar, der Quartalsüberschuss kletterte überproportional um 134 %. Die hochgerechnete Eigenkapitalrendite kann sich mit 28 % bereits heute sehen lassen.

Warum Nubank zum Tenbagger werden könnte

Für Investoren, die auf der Suche nach einem potenziellen Tenbagger sind, bietet die Digitalbank Nubank eine spannende Perspektive, keine Frage. Vor allem in den unterversorgten Märkten Lateinamerikas hat die Bank ein enormes Wachstumspotenzial.

Aber auch in anderen Emerging Markets könnten die Stärken der digitalen Bank bei den Unbanked ausgenutzt werden. Gegenüber Konkurrenten wie Revolut oder N26 scheint das Rennen bereits zugunsten der Brasilianer entschieden. Mit einer weiteren Expansion in andere Länder und der Einführung neuer Dienstleistungen könnte die Nubank ihre Umsätze und Gewinne hypothetisch schnell vervielfachen.

Auch einer der erfolgreichsten Investoren der Welt hat den Braten gerochen: Warren Buffett. Seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN: 854075) stieg 2021 mit einem signifikanten Anteil bei Nubank ein – damals für rund eine halbe Milliarde US-Dollar.

Auch wenn die Summen für den Großinvestor klein erscheinen, letztlich handelt es sich um ein starkes Zeichen des Vertrauens in das langfristige Potenzial des Unternehmens. Zumal Buffett über eine hohe Expertise im Bankensektor verfügt.

Risiken: Wettbewerb und Marktvolatilität

Trotz der hohen Chancen sind auch Risiken zu nennen. Zum Beispiel die Konkurrenz im Fintech-Sektor. Dieser ist hart umkämpft mit zahlreichen Start-ups und etablierten Playern, die um Marktanteile kämpfen.

Zudem könnten regulatorische Veränderungen in den lateinamerikanischen Ländern die Wachstumspläne der Bank schnell ausbremsen. Auch die hohe Volatilität der brasilianischen Währung und Wirtschaft birgt Risiken.

Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass die Expansion in den USA nicht vorankommt. Nicht zu unterschätzen sind auch die hohen Kosten für die Kundenakquisition. Hier ist man zudem stark von den Werbealgorithmen und den Preisen für Online-Werbung abhängig.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Digitalbank Nubank aber aufgrund seines disruptiven Geschäftsmodells und der Unterstützung von Schwergewichten wie Warren Buffett ein interessanter Kandidat für Investoren, die auf langfristiges Wachstum setzen. Eine Vervielfachung könnte im Idealfall möglich sein. Das erwartete KGV fällt mit weniger als 25 (Stand: 27.9.24, Morningstar) nicht hoch aus für das zuletzt gebotene Wachstum.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway und Nu Holdings.

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