Lindner unzufrieden mit Konjunktur - "Wirtschaft tritt auf der Stelle"

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Berlin (Reuters) - Die Wirtschaft kommt laut Bundesfinanzminister Christian Lindner hierzulande nicht in Gang.

"Die deutsche Wirtschaft tritt auf der Stelle", sagte der FDP-Chef am Montag am Rande des Eurogruppen-Treffens in Luxemburg. Man könne nicht mit der wirtschaftlichen Entwicklung zufrieden sein. Ein Strukturwandel gehe mit verloren gegangener Wettbewerbsfähigkeit einher: "Die Wachstumsinitiative der Bundesregierung ist ein erster Schritt, um einen Aufschwung zu ermöglichen", fügte Lindner hinzu. Man müsse darauf aufbauen. Es gelte, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) beim Wort zu nehmen: "Er hat ja gesagt - ich zitiere Herrn Habeck - man müsse mit der Kettensäge Dinge wegbolzen." Dieses Ambitionsniveau mache er sich gerne zu eigen.

Das Wirtschaftsministerium hat bestätigt, dass die Bundesregierung die Konjunkturprognose für 2024 nach unten korrigieren wird. "Wirtschaftsminister Robert Habeck hat sich gegenüber der 'Süddeutschen Zeitung' in der dort berichteten Weise geäußert und wird am Mittwoch die gesamte Herbstprojektion hier vorstellen", sagte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, dass das Ministerium davon ausgehe, dass die Wirtschaft in diesem Jahr um 0,2 Prozent schrumpfen und das Bruttoinlandsproduktes (BIP) nicht wie bisher erwartet um 0,3 Prozent wachsen werde. Im vergangenen Jahr war die Wirtschaftsleistung in Deutschland bereits um 0,3 Prozent gesunken.

(Bericht von Reinhard Becker, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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