Nordkorea bestätigt Test einer ICBM-Rakete mit Rekordflugzeit und -höhe

Reuters · Uhr
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(stellt klar, dass die Rakete mit einem steilen Winkel und einer Reichweite von 1000 Kilometern die USA nicht erreichen könnte. Allerdings umgerechnet auf einen flacheren Winkel wäre dies möglich. Erklärung für die Reichweitenumrechnung je nach Winkel im dritten Absatz eingefügt. Datum der Meldung in 31. Oktober geändert)

Seoul/Tokio (Reuters) - Nordkorea bestätigt den Test einer Interkontinentalrakete (ICBM) am Donnerstag. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA brach der Raketenstart alle bisherigen Rekorde, ohne Einzelheiten zu nennen.

"Die gefährlichen Schritte der Feinde Nordkoreas haben die Notwendigkeit unterstrichen, unsere nukleare Stärke zu stärken", zitierte KCNA den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un anlässlich des Teststarts. Nordkorea werde niemals von seinem Kurs abweichen, sein Atomwaffenarsenal auszubauen.

Das südkoreanische Militär bestätigte einen nordkoreanischen Raketenstart gegen 7.10 Uhr Ortszeit aus einem Gebiet nahe der Hauptstadt Pjöngjang. Nach Angaben Südkoreas und Japans erreichte die Rakete eine Flugzeit von 87 Minuten - länger als der letzte ICBM-Test im Dezember 2023, der 73 Minuten gedauert hatte. Die japanische Regierung berichtete, dass die Rakete nach dem Start in einem steilen Winkel eine Höhe von 7000 Kilometern erreicht und eine Strecke von 1000 Kilometern zurückgelegt habe. Das Geschoss sei etwa 300 Kilometer westlich der Insel Okushiri vor der Küste Hokkaidos niedergegangen.

Bei einem steilen Winkel ist die Reichweite eines Geschossen weitaus kürzer als bei dem üblicherweise flacheren Winkel. Mit diesem Verfahren wird der Schub und die Stabilität des Projektils getestet. Nordkoreas testete zuletzt eine Interkontinentalrakete im Dezember 2023. Sie wurde ebenfalls in einem steilen Winkel abgeschossen und flog 73 Minuten. Auf einer normalen Flugbahn entspräche das einer möglichen Reichweite von 15.000 Kilometern. Damit wäre das gesamte Festland der USA erreichbar.

Ein US-Beamter bestätigte gegenüber Reuters, dass es sich um eine Interkontinentalrakete gehandelt habe.

Der südkoreanische Militärgeheimdienst hatte bereits am Mittwoch berichtet, Nordkorea habe einen mobilen Raketenwerfer in Stellung gebracht, um möglicherweise eine Interkontinentalrakete (ICBM) im zeitlichen Umfeld der US-Präsidentschaftswahlen am Dienstag zu testen. Südkorea warnte zudem, dass Pjöngjang möglicherweise Raketentechnologie von Russland als Gegenleistung für die Entsendung von Truppen zur Unterstützung des Krieges in der Ukraine anstrebe.

Die UN-Resolution verbietet dem abgeschotteten Land Tests mit ballistischen Raketen jeder Reichweite. Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben sich zuletzt wieder verschärft, nachdem Berichte über eine mögliche Truppenentsendung Nordkoreas nach Russland für den Einsatz in der Ukraine aufkamen.

(Bericht von Jack Kim, geschrieben von Katharina Loesche. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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