Allianz bekommt Vorstandsvergütungs-System bei Aktionären durch

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München (Reuters) - Trotz des Widerstands großer Aktionäre hat die Hauptversammlung der Allianz das neue Vergütungssystem für den Vorstand um Oliver Bäte gebilligt. Allerdings stimmten nur 70,98 Prozent des auf dem virtuellen Aktionärstreffen vertretenen Kapitals für den Vorschlag, wie Aufsichtsratschef Michael Diekmann am Donnerstag verkündete. Erforderlich war eine einfache Mehrheit, normal sind aber Zustimmungsquoten von mehr als 90 Prozent. Der einflussreiche Aktionärsberater ISS hatte empfohlen, gegen das Vergütungssystem zu stimmen, vor allem weil die Pensionen für die Vorstände mit 50 Prozent des Grundgehalts im Vergleich zu anderen Unternehmen zu üppig ausfielen.

Der Münchner Versicherungskonzern hatte die Betriebsrenten für das Top-Management verteidigt: Sie seien prozentual nicht höher als bei vergleichbaren Unternehmen. Und: "Die Allianz ist einer der führenden Anbieter von Produkten der betrieblichen Altersversorgung in Europa." Deshalb sei die Altersvorsorge auch ein wichtiger Gehaltsbestandteil für die eigenen Mitarbeiter. "Für die Allianz ist es daher eine Frage der Glaubwürdigkeit, dass die Vorstandsvergütung in hohem Maße an das eigene Produktangebot gekoppelt ist."

(Bericht von Alexander Hübner. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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