2G Energy: Mehr als 40 % der Kunden verschieben Projekte – Aktie nach Zahlen unter Druck

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Obwohl Finanzvorstand Friedrich Pehle heute viel positives beim Hersteller von gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK)-Anlagen sieht, scheinen die Anleger lieber einen Rückzieher zu machen. Nach Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal verliert die Akte von 2G Energy mehr als 4 Prozent.

„Bestes Quartal seit Bestehen der Gesellschaft“

„Eigentlich handelt es sich unter Produktionsgesichtspunkten um das beste Quartal seit Bestehen der Gesellschaft“, so CFO Friedrich Pehle, „denn bereinigt man die Gesamtleistung in den Quartalen um die jeweils enthaltene Marge, so zeigt sich, dass in keinem früheren Quartal mehr KWK-Anlagen und Service-Dienstleistungen hergestellt wurden. Die frühzeitige Bevorratung zahlt sich also aus.“

Die Zahlen sagen etwas anderes 

Unterm Strich hat 2G Energy im dritten Quartal mit 51,5 Millionen Euro 15 Prozent weniger Umsatz eingefahren als noch vor einem Jahr. Da lagen die Erlöse bei 61 Millionen Euro. Das EBIT ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 48 Prozent eingebrochen von 2,7 auf 1,4 Millionen Euro. Hauptursache war in vielen Fällen ein verzögerter Projektfortschritt in Folge von Engpasssituationen bei Material, Arbeitskräften oder behördlichen Genehmigungen auf Kundenseite. „Derzeitig verschieben mehr als 40 % der Kunden ihre Projekte um mehr als einen Monat. Wichtig dabei ist für uns, dass wir keine Stornierungen zu verzeichnen haben. Die bedauerlichen Verwerfungen in Folge der weiter anhaltenden Corona-Auswirkungen sind glücklicher Weise temporärer Natur. Wie viele andere erwarten wir eine Normalisierung der Verhältnisse im ersten Halbjahr 2022“, erläutert CEO Christian Grotholt.

Q4 auf Vorjahresniveau

2G Energy erwartet im letzten Abschnitt des Jahres einen Quartalsumsatz auf einem zum Vorjahr vergleichbarem Niveau. Da lagen die Erlöse bei 100,2 Millionen Euro. Die Umsatzprognose auf Jahresbasis von 250 bis 260 Millionen Euro wird so bestätigt. Die EBIT-Marge wird ebenfalls in der Bandbreite der bisherigen Prognose von 6,0 bis 6,75 Prozent erwartet.

Vorstand erwartet für 2022 weiteres Umsatzwachstum

Angesichts des anhaltend lebhaften Auftragseingangs, verbunden mit dem weiterhin konstant wachsenden Servicegeschäft, geht der Vorstand auch für das kommende Jahr von einem weiteren Unternehmenswachstum aus. Die Bandbreite für die erwarteten Umsatzerlöse wird derzeit noch vorsichtig mit 260 bis 290 Mio. Euro angegeben.

Redaktion onvista

Foto: Homepage 2G Energy