AR-Chef - Zu viele "althergebrachte Strukturen" bei Commerzbank

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Der neue Commerzbank-Aufsichtsratschef Hans-Jörg Vetter schwört die Belegschaft auf harte Einschnitte ein.

"Es gibt noch viele althergebrachte Strukturen, die den heutigen Anforderungen und der Größe der Bank nicht mehr angemessen sind", erklärte Vetter in einem Intranet der Bank veröffentlichten Interview, das Reuters am Donnerstag vorlag. "Das zu durchleuchten und die nötigen Anpassungen vorzunehmen, wird Sache des Vorstandschef sein." Die Commerzbank sei kein Sanierungsfall. Sie müsse aber Erträge steigern, Kosten senken und den Status Quo hinterfragen. "Die Commerzbank hat viel Gutes, aber in Sachen Effizienz und Profitabilität gibt es noch Luft nach oben."

Vetter verteidigte die externe Suche nach einem Nachfolger für den scheidenen Vorstandschef Martin Zielke. "Ein seriöser Besetzungsprozess gebietet, dass sich auch die besten internen Kandidaten dem Wettbewerb von außen stellen müssen", sagte er. "Wir werden eine Shortlist möglicher interner und externer Kandidaten zusammenstellen und dann im Aufsichtsrat gemeinsam entscheiden." Als potenzielle Zielke-Nachfolger aus den eigenen Reihen gelten Firmenkundenchef Roland Boekhout sowie Finanzchefin Bettina Orlopp. Zielke warf Anfang Juli zusammen mit Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann überraschend das Handtuch. Schmittmann wurde bereits durch Vetter ersetzt, Zielke will bis längstens zum Jahresende bleiben.

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