Dax hält sich stabil nahe der Rekordmarke – Fresenius top, Delivery Hero ganz unten, Wacker Neuson stark, Traton kann begeistern

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Der Dax hat sich am Montag nach einer dreitägigen Erholungsrally stabil gezeigt. Die bisherige Bestmarke bei etwas über 15.500 Punkten blieb dank des fortgesetzten Rekordlaufs des Wall-Street-Börsenbarometers Dow Jones Industrial weiter im Visier.

Dax hält sich stabil nahe der Rekordmarke – Fresenius top, Delivery Hero ganz unten, Wacker Neuson stark, Traton kann begeistern

Nach einem über weite Strecken leicht schwächeren Verlauf schloss der Leitindex letztlich prozentual unverändert bei 15 400,41 Punkten. Der MDax für die 60 mittelgroßen Unternehmen verlor 0,65 Prozent auf 32.451,44 Punkte.

Am Freitag hatte der Dax in seiner Erholungsbewegung – vom Tief seit Ende März her kommend – nochmals einen kräftigen Schub erhalten. Der überraschend schwache US-Arbeitsmarktbericht für April hatte die Furcht der Anleger vor steigenden Leitzinsen ausgebremst. Trotz einer sich kurzfristig wieder abzeichnenden stabilen Entwicklung sollten die Anleger „aber realistisch bleiben“, warnt Andreas Büchler, Experte bei Index-Radar.

Fresenius top, Delivery Hero ganz unten

Knock-Outs zum DAX

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Unter den 30 Dax-Werten ragten die Aktien von Fresenius SE als Spitzenwert mit plus 3,9 Prozent sowie Delivery Hero mit minus 6,2 Prozent am Indexende heraus. Nach den in der vergangenen Woche vorgelegten Quartalszahlen gaben den Aktien des Gesundheitskonzerns Fresenius nun Kurszielanhebungen Auftrieb, vor allem durch Bank of America. Die Papiere des Online-Essenslieferanten gaben ihre Freitagsgewinne wieder vollständig ab und sackten sogar noch etwas tiefer. Sie litten wie Infineon, die um 2,9 Prozent nachgaben, unter der allgemeinen Techwerte-Schwäche.

Wacker Neuson stark

Die Berichtssaison spielte sich dagegen im Nebenwertebereich mit einem gemischten Bild ab. Wacker Neuson stiegen nach Zahlen um 1,8 Prozent und Deutsche Pfandbriefbank sogar um 2,3 Prozent. Unter den Verlierern gaben die Aktien des Finanzdienstleisters Hypoport nach endgültigen Zahlen um 2,3 Prozent nach.

Traton weiß zu begeistern

Traton zogen nach detaillierten Zahlen, den im April bereits angehobenen Jahreszielen sowie einem Abfindungsangebot an die verbliebenen MAN-Aktionäre um 5,9 Prozent an. Die MAN-Stammaktien profitierten außerhalb der Dax-Familie von dem Gebot in Höhe von 70,68 Euro je Stamm- und Vorzugsaktie mit plus 29 Prozent auf 71,60 Euro.

Biotech-Werte schwach

Im MDax zeigten sich Papiere aus dem Biotech- und Medizintechnikbereich besonders schwach. Von Morphosys über Sartorius bis hin zu Qiagen ging es um 2,1 bis 4,6 Prozent bergab. Auch die Titel von Carl Zeiss Meditec folgten dem. Sie büßten 3,6 Prozent ein. Finale Zahlen konnten die sich nahe an ihrem Rekordniveau befindenden Aktien nicht weiter antreiben.

BVB mit frischem Mut

Borussia Dortmund profitierten mit 3,9 Prozent von der frisch ergatterten Chance auf eine Qualifikation für die lukrative Champions League, während die Aktien des Autohändlers Auto1 als Nachfolger von Grenke an ihrem ersten Tag im SDax um 1,8 Prozent nachgaben.

Europaweit zeigten sich die Börsen uneinheitlich. Der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 gab um 0,27 Prozent auf 4023,35 Punkte nach und auch in London wurden moderate Verluste verzeichnet. Der Pariser Cac 40 schloss hingegen minimal im Plus. In den USA kletterte der Dow erstmals über die vielbeachtete Marke von 35 000 Punkten und erreichte den vierten Handelstag in Folge ein Rekordhoch. Die technologielastigen Nasdaq-Börsen indes gaben zum europäischen Handelsschluss jeweils um rund anderthalb Prozent nach.

Der Euro wurde am frühen Abend mit 1,2165 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs zuvor auf 1,2169 (Freitag: 1,2059) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8218 (0,8293) Euro. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen von minus 0,29 Prozent auf minus 0,27 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,06 Prozent auf 144,33 Punkte. Der Bund-Future sank zuletzt um 0,05 Prozent auf 170,24 Punkte.

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onvista/dpa-AFX

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