Euro-Zone stürzt laut Ifo-Prognose in Rezession - "Corona beispielloser Schock"

Reuters

Berlin (Reuters) - Die Euro-Zone stürzt laut einer Prognose des Ifo-Instituts in den kommenden Monaten in eine Rezession.

Die Wirtschaftsleistung dürfte im ersten Quartal um 2,3 Prozent geschrumpft sein und wird im Frühjahr voraussichtlich um 10,5 Prozent einbrechen, wie das Münchner Ifo in einer am Donnerstag veröffentlichten gemeinsamen Vorhersage mit der Konjunkturforschungsstelle KOF in Zürich annimmt. Laut den Forschern dürfte sich nach dem Abklingen der Viruskrise aber eine Erholung einstellen: Für das dritte Quartal sehen sie ein Wachstum von 8,7 Prozent voraus.

"Die Corona-Pandemie ist ein beispielloser Schock für die Weltwirtschaft", konstatieren die Forscher. Das Ifo und weitere führende Forschungsinstitute hatten in ihrer am Mittwoch vorgelegten gemeinsamen Prognose für die Bundesregierung ein Schrumpfen des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im laufenden Jahr um 4,2 Prozent vorhergesagt. 2021 soll es dann um 5,8 Prozent zulegen.

Das an der Gemeinschaftsdiagnose beteiligte Berliner DIW sieht im Gegensatz zu den anderen Instituten den Bedarf für ein Konjunkturprogramm zur Stärkung der Nachfrage. Mit umfangreichen Krediten, Garantien und mit der Kurzarbeit seien zwar bereits wichtige Weichen für das Überleben von Unternehmen und für den Erhalt von Arbeitsplätzen gestellt worden, sagte DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen: "Neben den Sofortmaßnahmen wäre ein Konjunkturprogramm aber ein wichtiger Impuls, um zügig aus der Krise zu kommen und eine Erholung einzuleiten."

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