EZB mit weiter fallenden Preisen konfrontiert

Reuters

Berlin (Reuters) - Trotz massiver Geldspritzen der EZB sinken die Preise im Euro-Raum weiter.

Die Inflationsrate lag im Dezember bei minus 0,3 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte. Damit wurde eine frühere Schätzzahl bestätigt. Grund für den Rückgang im Dezember waren wie in den Vormonaten vor allem die Energiepreise, die nun um 6,9 Prozent zum Vorjahr nachgaben. Auch im November, Oktober und September hatte die Inflation im Euro-Raum bei minus 0,3 Prozent gelegen. Und im August waren es minus 0,2 Prozent.

Anhaltend negative Inflationsraten sind für die Europäische Zentralbank (EZB) ein Problem, zumal die Konjunktur bereits durch die zweite Welle der Pandemie und Lockdowns gebremst wird. Die Währungshüter, die am Donnerstag wieder über den Leitzins entscheiden, streben eine Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent an. Dieses Ziel verfehlen sie seit Jahren. Erst im Dezember hatten sie neue Hilfe für die Wirtschaft beschlossen und dabei ihr billionenschweres Pandemie-Notprogramm PEPP erneut aufgestockt. EZB-Direktorin Isabel Schnabel widersprach jüngst der Auffassung vom Ende der Inflation. In den vergangenen Jahren sei die Wirtschaft vielmehr einer Reihe von Schocks ausgesetzt gewesen, was den Preisauftrieb gedämpft habe. Es sei jedoch zu erwarten, dass es 2021 zu einem Anstieg der Inflation kommen werde.

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