Flugzeugbauer: Boeing-Aktie wiederbelebt, Airbus-Papier hebt mit ab – Staatshilfen machen Hoffnung

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Flugzeugbauer: Boeing-Aktie wiederbelebt, Airbus-Papier hebt mit ab – Staatshilfen machen Hoffnung

Der angeschlagene Flugzeugbauer Boeing sieht sich in der Coronavirus-Krise nicht zwingend auf Staatshilfen angewiesen. „Es gibt viele Optionen für uns, aber die Kreditmärkte müssen offen bleiben“, sagte Vorstandschef Dave Calhoun am Dienstag im Finanzsender CNBC. Boeing sei liquide und bezahle seine Zulieferer. Der Konzern habe 15 Milliarden Dollar in der Bank, betonte Calhoun.

Bei den Verhandlungen um staatliche Notkredite gehe es vor allem darum, den gesamten Luftfahrtsektor zu stützen. Boeing setzt sich bei der US-Regierung für ein Antikrisenpaket im Volumen von 60 Milliarden Dollar (55 Mrd Euro) für die Branche ein. Präsident Donald Trump hat dem Konzern bereits umfassende Unterstützung versprochen. Die Aktie des Flugzeugbauers konnte gestern mit diesen Maßnahmen im Rücken um satte 24 Prozent steigen.

Boeing ist wegen des nach zwei Flugzeugabstürzen mit Startverboten belegten Modells 737 Max ohnehin schon stark angeschlagen, die Folgen der Coronavirus-Pandemie bringen das Unternehmen weiter in Not. Trotz der neuen Probleme geht Calhoun weiter von einer 737-Max-Wiederzulassung Mitte 2020 aus. „Wir sind sehr kurz vor der Ziellinie. Wir bleiben bei unserem Zeitplan“, so der Boeing-Chef.

Die Erholung von Boeing konnte heute auch die Airbus-Aktie antreiben. Das Papier hatte seinen kurzfristigen Erholungstrend am Donnerstag ungeachtet des schwächeren Marktumfeldes bestätigt. Mit dem Kurssprung beim Konkurrenten Boeing im Rücken legten die Papiere des europäischen Flugzeugbauers am Donnerstag um 4,7 Prozent auf 62,92 Euro zu. Sie steuern auf den dritten Gewinntag in Folge zu und gehörten zu den größten Gewinnern im MDax.

Neuerdings werden aber auch Analysten durchaus wieder optimistischer für Airbus. Kepler Cheuvreux hat die Aktien am Vortag mit „Buy“ wieder in die Bewertung aufgenommen. Die Experten rechnen damit, dass sich die Zahl der Auslieferungen im Jahr 2022 wieder in etwa auf dem Vorkrisen-Niveau bewegen wird. Analyst Chris Hallam von der Investmentbank Goldman Sachs beließ die Aktien derweil auf seiner Liste der überzeugenden Anlageideen.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: vaalaa/shutterstock

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