HDE - Lockdown oder flächendeckende 2G-Regelung wären Fiasko für Handel

Reuters

Düsseldorf (Reuters) - Für den Einzelhandel in Deutschland wäre eine flächendeckende 2G-Regelung oder ein Lockdown im wichtigen Weihnachtsgeschäft dem Branchenverband HDE zufolge ein Desaster.

"Ein neuer Lockdown wäre ein Fiasko, weil das Eigenkapital vieler Händler wirklich angezählt ist", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands HDE, Stefan Genth, am Donnerstagabend vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf (WPV). Auch eine verbindliche und flächendeckende 2G-Regelung - also ein Einlass in die Geschäfte nur für Genesene und Geimpfte - sei für den Einzelhandel nicht geeignet und führe zu Umsatzrückgängen. Die Kundenfrequenz in den Innenstädten könne dann um bis zu 40 Prozent sinken.

Der Einzelhandel sei angesichts der Maskenpflicht in den Läden nicht das Problem bei der Übertragung des Virus, dies geschehe eher im privaten Umfeld der Menschen, sagte Genth. Die Politik solle anstelle eines neuen Lockdowns das Impfen in den Vordergrund stellen. Die Schließungen im Weihnachtsgeschäft vor Jahresfrist hätten zu einem Umsatzverlust in der Branche von rund 600 Millionen Euro am Tag geführt, rechnete der Bereichsleiter Wirtschaftspolitik des HDE, Olaf Roik, vor. Eine Impfpflicht sei erforderlich, um aus der Krise zu kommen, sagte Genth.

Die Prognose des HDE für das Weihnachtsgeschäft bekräftigte Genth. Der Verband erwarte vor allem angesichts des boomenden Online-Handels zwei Prozent Umsatzplus auf 112 Milliarden Euro für die Monate November und Dezember. Es gebe "keine Konsumverweigerung" der Verbraucher.

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