Kutzers Zwischenruf: Die neue Zukunft – Chancen für mutige Anleger

Hermann Kutzer · Uhr

Börsengänge (IPOs) und Abspaltungen von bestehenden Aktiengesellschaften sind oft Vorgänge, die bei Händlern und Anlegern auf besonderes Interesse stoßen. Aktuelles Beispiel Thyssenkrupp: Nachdem die Aufzugsperle verkauft wurde, gibt es beim Stahl- und Industriekonzern jetzt Pläne für ein weiteres Juwel. Nach Agenturmeldungen prüfen die Essener eine Börsennotierung des Gemeinschaftsunternehmens Uhde Chlorine Engineers im ersten Quartal 2022. Damit könnte ein Börsengang des Geschäfts mit Wasserstoff-Elektrolyseuren wahrscheinlicher werden. Sogleich wird am Markt Fantasie geweckt. Mutige Anleger können das in ihre Strategie integrieren - eine Spezialisierung auf Titel innovativer Unternehmen, die versprechen, Motoren einer neuen Zukunft zu werden.

Das betrifft nicht allein die Aktien selbst, sondern umfasst beispielsweise auch Investmentfonds bzw. neue Themen-ETFs wie Biotechnologie, US-Infrastruktur und Cloud Computing. Beim Blick an die Börse Frankfurt kann man sich entsprechend informieren - zum Beispiel über den neuen „Global X Genomics & Biotechnology UCITS ETF“. Investoren setzen hier auf ein Portfolio aus 40 Unternehmen der Bereiche Genomik und Biotechnologie.

Ganz anders ist die Zielsetzung des „Global X U.S. Infrastructure Developments UCITS ETF“, der sich auf bis zu 100 Unternehmen fokussiert, die von Infrastrukturprojekten in den USA profitieren und an einer amerikanischen Börse gelistet sind. Hierzu zählen Bauunternehmen, die mit der Entwicklung und Umsetzung von Projekten beauftragt sind, sowie Produzenten und Lieferanten von Rohstoffen, Materialien, Werkzeugen und schweren Baumaschinen.

Als „Die Investmentbranche der Zukunft“ charakterisieren Broker die Luft- und Raumfahrtindustrie. Wer die jüngsten TV-Bilder dazu gesehen hat, kann leicht von diesem Thema infiziert werden. Denn eine Reise ins All ist realistischer als je zuvor geworden. Doch der Weltraumtourismus ist nicht nur für private Entdecker interessant, die einmal am eigenen Leib das Gefühl der Schwerelosigkeit erleben möchten. Die gesamte Luft- und Raumfahrtindustrie wächst rasant. Das sehen auch private Unternehmen und Investoren. Trotz des enormen Wachstums gilt der Markt noch nicht als ganz ausgereift und bietet somit viele Chancen für den Finanzmarkt.

Was bei einer Investition in die Luft- und Raumfahrt zu beachten ist und welche Aktien man im Auge behalten sollte, beschreiben die Experten des Investmenthauses Freedom Finance. Drei börsennotierte Unternehmen der Raumfahrtindustrie gelten als b besonders viersprechend: Virgin Galactic Holdings, Rocket Lab und Astra Space. Das US-Unternehmen Virgin Galactic Holdings stellt modernste Luft- und Raumfahrzeuge her, plant die Entwicklung touristischer suborbitaler Raumflüge sowie den Start von kleinen künstlichen Satelliten. Rocket Lab, ebenfalls US-amerikanischer Hersteller von Luft- und Raumfahrtprodukten, bietet vor allem Trägersystemen für Kleinsatelliten an. Das Unternehmen Astra Space entwickelt Trägerraketen, um Nutzlasten von bis zu 500 Kilogramm in Umlaufbahnen mit einer durchschnittlichen Entfernung von bis zu 500 Kilometer zu bringen. Meistens handelt es sich dabei um Satelliten für die weltweite Kommunikation, Erdbeobachtung, Wetterüberwachung und Navigation.

Freedom Finance Deutschland konkretisiert eine Empfehlung: „Börsennotierte Unternehmen der Raumfahrtindustrie bergen zwar ein hohes Risiko, bringen allerdings auch ein enormes Wachstumspotenzial. Wer sich beispielsweise für eine Aktie von Virgin Galactic Holdings interessiert, sollte sie zu einem Preis bis 20,9 Dollar kaufen und dem Investment ca. 1 bis 2 Prozent des Portfoliobetrags zuweisen. Bei einem Kurs in Wert von 32 Dollar kann die Aktie wieder verkauft werden.“ Entscheiden Sie selbst, geschätzte Anleger - aber nur, wenn Sie wirklich risikobereit  sind!!