Lufthansa in der Corona-Krise mit hohem Verlust

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Die Lufthansa hat das zweite, von der Corona-Krise besonders belastete Quartal wie erwartet mit einem milliardenschweren Verlust abgeschlossen.

Um Sonderfaktoren bereinigt sei trotz Kostensenkungen um fast 60 Prozent ein Betriebsverlust (Ebit) von 1,7 Milliarden Euro nach einem operativen Gewinn von 754 Millionen Euro im Vorjahr angefallen, teilte die Lufthansa am Donnerstag mit. Der Nettoverlust belief sich auf 1,5 Milliarden Euro. Bei nur noch vier Prozent der Fluggäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum brach der Umsatz um 80 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro ein. Von Lufthansa befragte Analysten hatten mit einem Betriebsverlust von fast zwei Milliarden Euro gerechnet.

"Wir erleben eine Zäsur des globalen Luftverkehrs", erklärte Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Er rechnet, wie auch der internationale Branchenverband IATA, mit der Rückkehr zum Vorkrisenniveau erst 2024 und damit ein Jahr später als zunächst angenommen. Wegen der Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie waren kaum Passagierflüge im zweiten Quartal möglich. Erst ab Mitte Juni konnte mit der Aufhebung der Reisewarnungen innerhalb Europas das Angebot wieder ausgebaut werden. Auch das Frachtgeschäft stützte. Doch in den vergangenen Wochen verschlechterten sich mit neuen Corona-Ausbrüchen oder kaum sinkenden Neuinfektionszahlen in Reiseländern die Aussichten auf eine Erholung.

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