Niedersachsen-Metall in Tarifrunde - "Es gibt nichts zu verteilen"

Reuters

Hamburg (Reuters) - Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen droht zu einer Hängepartie zu werden.

Der Arbeitgeberverband Niedersachsen-Metall sprach am Mittwoch im Anschluss an die zweite Verhandlungsrunde in dem Tarifbezirk von einer spürbar gewachsenen Verunsicherung durch den Corona-Lockdown. Der im Herbst begonnene Aufholprozess werde von Woche zu Woche wackeliger. "Jede Woche kommen neue Anforderungen aus Berlin, die unseren Unternehmen das Leben massiv erschweren", erklärte Verhandlungsführer Torsten Muscharski. Zusätzlichen Kostendruck könnten die Unternehmen nicht verkraften.

"In einer solchen Situation eine Entgelterhöhung zu fordern, ist kontraproduktiv", sagte Hauptgeschäftsführer Volker Schmidt. "Die Krise in 2021 wird verschärft. Es gibt nichts zu verteilen." Die Gewerkschaft fordert für die bundesweit rund 3,8 Millionen Beschäftigten des größten Industriezweigs vier Prozent mehr Geld bei einem Jahr Laufzeit. Um Druck auf die Arbeitsplätze in der Krise zu nehmen, soll ein Abschluss auch Spielraum für Arbeitszeitverringerungen auf Betriebsebene schaffen. Zudem geht es um einen Rahmen für Vereinbarungen, mit denen Unternehmen den Umbruch zu Klimaschutz und Digitalisierung bewältigen sollen.

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