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Nikkei und Bitcoin, zwei Welten, ein gemeinsames Ziel 50.000!

Philip Klinkmüller

Es sind oft jene, die im Schatten stehen, welche uns am Ende am meisten überraschen. Dies führt meist zu einem großen Staunen und der Verwunderung, wo denn plötzlich dieser Anstieg herkam. Zugegeben, der Bitcoin führte jetzt kein allzu langes Dasein im Schatten, war aber wie auch der Nikkei von vielen schon längst abgeschrieben. Mit unserer Einschätzung, zum Beginn des Jahres, waren viele nicht einverstanden. Man wollte den Bitcoin tot sehen. Ähnlich ergeht es auch seit 30 Jahren dem Nikkei, der seit langem darum kämpft, wieder zurück an den Tisch der großen Indices mit immer neuen Allzeithochs zurückzukehren. Wir sind der Meinung, dass dafür jetzt alles angerichtet ist. Beide vereint die Zahl 50.000. Denn wir erwarten im Bitcoin als nächstes großes langfristiges Ziel, Kurse von rund $50.000 und im Nikkei von 50.000 Punkten. Nachstehend unsere Einschätzung zu den beiden Werten.

Einschätzung Nikkei 225

Japan ist ein Land der Extreme. Es wird schwierig werden, irgendwo sonst auf der Welt eine solche Disziplin und Leistungsbereitschaft zu finden. Trotz aller Moderne lebt Japan bis heute von alten Traditionen. Sein Leitindex, der Nikkei225, lebte leider ebenfalls bislang nur in der Vergangenheit. Denn dieser Mark hat seit sage und schreibe nun fast 31 Jahren kein neues Allzeithoch mehr ausgebaut. Von seinem Allzeithoch im Jahre 1989 fiel der Index bis 2009 um 81%. In Zahlen ausgedrückt, der Index verlor aberwitzige 31903 Punkte! Mehr als der DOW heute insgesamt Wert ist! Glaubt man jetzt den Lehren der fundamentalen Analyse, dürfte Japan eigentlich überhaupt nicht mehr existieren. Doch es verfügt über eine funktionierende Wirtschaft, ist technologisch an der Spitze der weltweiten Entwicklung und hat im Gegensatz zu Deutschland ein funktionierendes und pünktliches Zugsystem. Dazu gesellt sich noch der Umstand, dass der Nikkei in den letzten Jahren durchaus aufgeholt hat. Seit den Tiefs in 2009 konnte der Index mehr als eine Verdreifachung hinlegen. Und jetzt kommt‘s, wir sehen den Nikkei langfristig mit dem Potential sich von den aktuellen Levels aus zu verdoppeln. Dies entspricht einem Kursziel von rund 50.000 Punkten! Dieser charttechnische Ausblick spiegelt für uns auch die allgemeine Erwartung wider, die wir an Japan haben. Wir sehen dieses Land alles andere als auf dem absteigenden Ast. Insbesondere da seine Bevölkerung im Rahmen der Niedrigzinspolitik, die nunmehr seit 20 Jahren andauert, seine Leidensfähigkeit bereits mehr als zu erwarten unter Beweis gestellt hat.

Die aktuelle Entwicklung des Index spiegelt diese Einschätzung klar wider. Wir haben hier aktuell in unserer primären Erwartung ein sehr bullisches 1-2-Setup ausgebaut, welches sich mit einem Ausbruch über 22.356 Punkte bestätigen wird. Bis dahin müssen wir noch eine korrektive Alternative auf dem Chart führen, die aber am Ende trotzdem zum oben besagten langfristigen Kaufsignal in Richtung 50.000 Punkten führen wird. Darin würden wir aber nochmals einen Umweg über den Bereich von 18.000 Punkten gehen. In jedem Fall ist der Nikkei für uns ein klarer Kandidat für jede Watchlist.

Einschätzung Bitcoin

Es ist nun raus, wir gehen davon aus, dass der Bitcoin übergeordnet Ziele von $50.000 freigeschaltet hat. Dies errechnet sich sehr einfach aus dem großen I-II-Setup, welches wir mit dem bisherigen Allzeithoch und dem Tief zum Beginn dieses Jahres ausgebaut haben. Seitdem läuft der Bitcoin in einer blitzsauberen Aufwärtsbewegung und holt sich ein Kursziel nach dem anderen ab. Wir müssen bei Aufrechterhaltung des aktuellen Setups bereits in diesem Jahr von neuen Allzeithochs ausgehen. Respektive, wenn wir das aktuelle Tempo halten, können die sogar in den nächsten 4 bis 6 Wochen bereits Realität werden.

Das imminente Bild im Bitcoin stellt sich folgendermaßen dar. Im gestrigen Handel haben die Bullen noch einmal den Gashebel in ihrem Heißluftballon voll aufgedreht und konnten ein Hoch bei $13.764 ausbauen. Danach ging es ebenso rasant wieder nach unten. Die Frage, die diese Bewegung nun aufwirft, ist: Sehen wir hier momentan den Rücksetzer der Welle (iv)? Diese Frage bleibt sehr schwierig zu beantworten, es ist aber gut möglich, dass die hohe Volatilität nun bereits den Großteil der Welle (iv) abgearbeitet hat. Sollten wir uns in Welle (iv) befinden, müsste sich der Kurs allerdings noch bis in den Bereich der $11.295 ausdehnen. In dieser Region liegt das Idealziel der Bewegung. Durch die krasse Ausdehnung der Welle (iii) beobachten wir jedoch auch noch eine Variante, die eine größere Korrektur mit sich bringen würde. Diese würde sich dann idealerweise bis in den $10.000 Bereich erstrecken. Wir beobachten den weiteren Kursverlauf jedenfalls genau und werden noch einmal einen Einstieg für den Abschluss der Welle (iv) setzen. Im unmittelbaren Handel muss nun mit Rücksetzer bis in den $11.295 Bereich gerechnet werden.

Fazit aus dem Ganzen, der Bitcoin beweist aktuell wie falsch Märkte oft eingeschätzt werden. Sicher kann man dessen Dynamik nicht mit der eines großen Aktienindex vergleichen. Die dort natürlich weitaus schwächer ausfällt. Dennoch haben wir hier einen Index, dem wir aktuell das Potential einer Verdopplung zusprechen. Betrachtet man im Vergleich dazu den DOW 30, so sehen wir aktuell im vergleichbaren Zeitraum nicht die Chance, dass dieser auf 50.000 Punkte steigen wird.

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Expertenprofil
Philip Klinkmüller Philip Klinkmüller

Philip Klinkmüller ist Mitgründer und Geschäftsführender Gesellschafter der HKCM. Er hat sich in den letzten 10 Jahren auf die Technische Analyse nach der Elliott-Wellen Methodik spezialisiert und diese konstant weiterentwickelt.

In seiner Funktion bei der HKCM, bringt er diese Kenntnisse primär in der Betreuung von Commercial und Institutionelle Kunden ein. Dort stehen die Themen Beschaffung und Absicherung rundum Energie, Rohstoffe und Währungen im Fokus. Im weiteren steht er der Analyse des Aktien Portfolios der HKCM vor, welches unter anderen, alle 30 Dow Jones Aktien beinhaltet.

Kurs zu Nikkei Index

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29.01.2020, 15:36, Deutsche Bank Indikation
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