Opec erstmals in Corona-Krise leicht optimistisch

dpa-AFX

WIEN (dpa-AFX) - Die weltweite Nachfrage nach Öl könnte in diesem Jahr laut dem Ölkartell Opec etwas weniger steil einbrechen als erwartet. Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) korrigierte ihre Bedarfsprognose in ihrem am Dienstag erschienenen Marktbericht erstmals seit Beginn der Coronavirus-Pandemie wieder leicht nach oben. Der tägliche weltweite Ölbedarf soll in diesem Jahr im Schnitt nur noch um 8,9 Millionen Barrel (je 159 Liter) sinken statt um 9 Millionen Barrel wie im Vormonatsbericht erwartet.

Hintergrund des optimistischeren Ausblicks ist die erwartete Erholung der Nachfrage nach Rohöl und Erdölprodukten wie Benzin vor allem in Europa und den asiatischen Industrieländern. Durch die Corona-Krise war der Bedarf an Treibstoff im Luft- und Straßenverkehr oder Öl in der Industrie weltweit eingebrochen.

Die Opec-Länder, die gemeinsam mehr als ein Viertel des weltweiten Öls fördern, hatten ihre gemeinsame Fördermenge im vergangenen Monat um rund 1,9 Millionen Barrel gedrosselt. Das Kartell hatte mit weiteren Ländern (Opec+) im Juni beschlossen, die Kürzung bis Juli zu verlängern, um den Preisverfall in der Corona-Krise zu stoppen./al/DP/bgf

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