Staatsanwaltschaft - Lauterbach sollte entführt werden

Reuters · Uhr
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Berlin (Reuters) - Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sollte nach Justizangaben entführt werden.

Zwei Hauptbeschuldigte sollen mit anderen Tätern einen Angriff auf den SPD-Politiker geplant haben, um "ihn in ihre Gewalt zu bringen", sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz am Donnerstag. "Es wurden in dem Zusammenhang Waffen beschafft." Vier Verdächtige aus dem Umfeld der Corona-Protestszene seien festgenommen worden. Lauterbach hat für den Mittag eine Stellungnahme angekündigt.

Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz (LKA) erklärten, es habe am Mittwoch Razzien in mehreren Bundesländern gegeben. Vier von fünf Beschuldigten seien festgenommen worden. Sichergestellt wurden zudem Waffen, Munition, Bargeld, Goldbarren und Silbermünzen sowie Devisen im Wert von über 10.000 Euro. Die Beschuldigten sind demnach deutsche Staatsangehörige im Alter von 55, 54, 50, 42, und 41 Jahren. Ihnen werde die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und Verstöße gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen, hieß es.

Das LKA ermittelt seit Oktober 2021 gegen eine Gruppe, deren erklärtes Ziel es sei, Einrichtungen der Stromversorgung zu zerstören, um einen länger andauernden bundesweiten Stromausfall herbeizuführen. "Zudem war die Entführung bekannter Personen des öffentlichen Lebens Bestandteil der Pläne." Bundesweit seien zahlreiche Personen identifiziert worden, die sich der Gruppe zurechnen lassen und die die Pläne unterstützen. "Die Personen sind der Corona-Protestszene und Reichsbürgerbewegung zuzuordnen."

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