UN-Botschafter Myanmars nach Hilfsappell entlassen

Reuters

(Reuters) - Einen Tag nach seiner Kritik am Militärputsch in Myanmar ist der Botschafter des Landes bei den Vereinten Nationen nach staatlichen Angaben entlassen worden.

Kyaw Moe Tun habe "das Land betrogen" und "Macht und Verantwortlichkeiten eines Botschafters missbraucht", hieß es zur Begründung laut einem Bericht des staatlichen Fernsehsenders MRTV am Samstag. Allerdings haben die Vereinten Nationen Myanmars neue Militärführung nicht anerkannt. Der Diplomat hatte in der UN-Vollversammlung um Hilfe zur Beendigung des Putsches gebeten und dabei betont, dass er im Namen der zivilen Regierung von Aung San Suu Kyi spreche.

UN-Sonderberichterstatter Tom Andrews erklärte auf Twitter, er sei von dem Mut des Botschafters überwältigt. "Es ist an der Zeit, dass die Welt auf diesen mutigen Appell mit Taten antwortet."

Das Militär hatte am 1. Februar geputscht und die zivile Regierung Myanmars abgesetzt. De-facto-Regierungschefin Suu Kyi und etliche Führungsfiguren ihrer Partei, der Nationalen Liga für Demokratie (NLD), sind seither in Gewahrsam. Die NLD hatte die Parlamentswahl am 8. November haushoch gewonnen. Das Militär erkennt das Ergebnis nicht an und spricht von Wahlbetrug.

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