Wirecard: Sichert sich die Deutsche Bank ein Stück vom Kuchen? ++ Delivery Hero: Aktie springt nach Bestellzahlen über 100 Euro ++ Paion: US-Zulassung treibt Papier in die Höhe

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Wirecard: Sichert sich die Deutsche Bank ein Stück vom Kuchen? ++ Delivery Hero: Aktie springt nach Bestellzahlen über 100 Euro ++ Paion: US-Zulassung treibt Papier in die Höhe

Nicht nur in den USA steigt die Zahl der täglichen Neuinfektionen wieder an, auch in Israel werden wieder verstärkt neue Fälle gemeldet. Die Zahlen ziehen wieder so sehr an, dass die Regierung in Tel Aviv neue Einschränkungen verhängt. Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte am Donnerstag, Versammlungen sollten wieder beschränkt werden. In Gebetshäusern, Festhallen, Bars und Clubs dürfen nur noch bis zu 50 Menschen zusammenkommen. Vorher waren es bis zu 250 gewesen. An anderen geschlossenen Orten dürfen sich nur noch bis zu 20 Menschen versammeln.

„Wir müssen zu der Politik der Beschränkungen zurückkehren, damit die Kurve wieder flacher wird“, sagte Netanjahu. Sonst drohe ein Kontrollverlust. Gleichzeitig kündigte er ein wirtschaftliches Hilfsprogramm für das kommende halbe Jahr an.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 966 neue Fälle registriert. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert, der in Israel seit dem Ausbruch der Pandemie registriert wurde. Der bisherige Höchstwert stammt mit 819 vom 3. April.

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Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 bisher bei 26 452 Menschen in Israel nachgewiesen worden, 324 Infizierte sind gestorben.

Dämpfer für Moderna?

Nachdem ermutigende Daten von BioNTech zur Wochenmitte die Aktienmärkte wieder in die Höhe schießen ließen, bremste ein kritischer Bericht über die Impfstoff-Forschung des US-Hoffnungsträger Moderna den gestrigen Höhenflug der Wall Street etwas aus. Das Onlineportals Stat News hatte Zweifel rund um den Impfstoff genährt.

Gielad: EU-Zulassung für Remdesivir?

Der Wirkstoff Remdesivir bekommt voraussichtlich am Freitag in der Europäischen Union die Zulassung zur Behandlung schwerer Covid-19-Erkrankungen. Es wird erwartet, dass die EU-Kommission die Entscheidung im Laufe des Tages bekannt gibt. Vorausgegangen war eine entsprechende Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA. Remdesivir gilt als eines von wenigen wirksamen Mitteln bei der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Es kann Studien zufolge den Krankenhausaufenthalt um einige Tage verkürzen. Die EMA empfiehlt die Behandlung für Patienten ab zwölf Jahren, die eine Lungenentzündung haben und mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt werden müssen. Die US-Regierung hatte diese Woche eine Vereinbarung mit dem Hersteller Gilead Sciences bekannt gemacht, wonach sie fast die gesamte Produktionsmenge des Mittels für die nächsten Monate aufgekauft hat. Allerdings hat zum Beispiel Deutschland bereits Vorräte angelegt. Die EU-Kommission verhandelt ebenfalls mit dem Hersteller, um sich ausreichende Mengen des Wirkstoffs zu sichern.

Schlechte Corona-Nachrichten versus überraschende Konjunkturdaten aus China

In China hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Bereich Dienstleistungen überraschend weiter aufgehellt und den besten Wert seit über zehn Jahren erreicht. Der vom Wirtschaftsmagazin „Caixin“ ermittelte Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor stieg im Juni auf 58,4 Punkte, nach 55,0 Zählern im Monat zuvor. Der Juni-Wert ist der höchste seit dem April 2010. Der Indikator steht damit deutlich über dem Niveau, das er vor dem Ausbruch der Corona-Krise hatte.

Außerdem kletterte der Indexwert noch weiter über die sogenannte Expansionsschwelle von 50 Punkten. Werte oberhalb dieser Marke deuten auf Wachstum hin. Analysten wurden von dem Umfrageergebnis überrascht. Sie hatten für Juni mit einem Rückgang des Indexwertes auf 53,2 Punkte gerechnet.

Der Caixin-Index spiegelt die Stimmung in den eher kleinen und privaten Unternehmen aus dem Bereich Dienstleistungen wider. Zuvor war der von der Regierung ermittelte Einkaufsmanagerindex für den Sektor ebenfalls gestiegen. Der staatliche Indexwert für Juni, der eher die Stimmung in den großen und staatlichen Unternehmen darstellt, betrug 54,4 Punkte.

Dax überlegt es sich nochmal anders

Nach den klaren Vortagesgewinnen ist am deutschen Aktienmarkt zum Wochenschluss durchatmen angesagt. Allerdings im grünen Bereich. Nachdem das Börsenbarometer vorbörslich noch im Minus war, hat sich die Stimmung wieder etwas aufgehellt. Der Dax gewann am Freitag im frühen Handel 0,24 Prozent auf 12.638,74 Punkte. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex knapp drei Prozent zugelegt und damit das bisherige Wochenplus auf mehr als vier Prozent ausgebaut. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte rückte am Freitagmorgen um 0,44 Prozent auf 26.744,17 Punkte vor. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um rund 0,1 Prozent.

Aus den Vereinigten Staaten sind heute keine Impulse zu erwarten, weil die amerikanischen Finanzmärkte vor dem Nationalfeiertag am Samstag geschlossen bleiben und keine US-Konjunkturdaten auf dem Programm stehen. Und auch in der Eurozone stehen keine spannenden Konjunkturdaten an. Ferner mangelt es bislang an relevanten Nachrichten zu deutschen Unternehmen.

Wirecard: Sichert sich die Deutsche Bank ein Stück vom Kuchen?

Während Aldi-Süd und Softbank dem insolventen Bezahldienstleister die kalte Schulter zeigen, gibt er Gerüchte, dass die Deutsche Bank dem „noch“ Dax-Mitglied eine helfende Hand reicht. Die Frankfurter wollen eventuell der zu Wirecard gehörenden Bank finanziell unter die Arme greifen. „Wir können uns grundsätzlich vorstellen, im Rahmen der Fortführung der Geschäftsaktivitäten diese Unterstützung zu gewähren, sofern es erforderlich werden sollte“, sagte ein Deutsche-Bank-Sprecher am Donnerstag. Der Konzern sei dazu in Abstimmung mit der Finanzaufsicht Bafin, dem vorläufigen Insolvenzverwalter von Wirecard und der Wirecard Bank selbst. Die Einzelheiten sind unklar. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, könnte die Deutsche Bank die Wirecard Bank ganz übernehmen.

Delivery Hero: Eckdaten für Q2 sorgen für neues Allzeithoch

Ein weiterhin sehr hohes Bestellvolumen hat die als Dax -Kandidat geltenden Aktien des Essenslieferdienstes Delivery Hero am Freitag zum Handelsstart beflügelt. Die Papiere knackten erstmals die runde Marke von 100 Euro und erklommen ein Rekordhoch. Kurz nach dem Auftakt führten sie den MDax mit einem Plus von rund 4 Prozent auf 101,90 Euro an. Damit summierte sich der bisherige Jahresgewinn der Anteilsscheine auf mehr als 44 Prozent.

Nach Meinung der Privatbank Berenberg hat Delivery Hero mit seinen Eckdaten deutlich positiv überrascht. Das Bestellwachstum habe die Schätzung von Berenberg bei weitem übertroffen. Die Bank erwartet nun, dass Delivery Hero mit Bekanntgabe des gesamten Zwischenberichts Ende des Monats sein Umsatzziel für 2020 von 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro auf 2,7 Milliarden Euro anheben könnte.

Der Essenslieferant Delivery Hero setzte sein starkes Wachstum inmitten der Corona-Krise fort. Allein im Juni verdoppelte sich die Anzahl der Bestellungen, woraus sich für das zweite Quartal ein Auftragsplus von 94 Prozent ergab. Delivery Hero ist einer der großen Profiteure der Corona-Pandemie. Da Restaurants in vielen Ländern teils wochenlang geschlossen waren, bestellten viele Menschen ihr Essen und ließen es liefern.

Kurz & knapp:

Daimler: Einstieg bei chinesischem Batterie-Produzent

Der Autobauer steigt beim chinesischen Batterienzellenhersteller Farasis Energy ein und sichert damit den Nachschub für seine Elektromodelle weiter ab. Es sei eine weitreichende strategische Partnerschaft inklusive Kapitalbeteiligung auf den Weg gebracht worden, teilte Daimler in der Nacht zum Freitag mit. Für einen nicht näher bezifferten Millionenbetrag beteilige sich der Konzern im Zuge des Farasis-Börsengangs mit rund drei Prozent. Als strategischer Partner sei der chinesische Hersteller ein „festgesetzter Eckpfeiler“ in der bestehenden Riege der Batteriezellen-Lieferanten, hieß es. Der Vertrag biete Daimler und seiner Kernmarke Mercedes-Benz eine sichere Belieferung, Farasis wiederum erhalte Planungssicherheit für den Kapazitätsaufbau.

Paion: Nach der US-Zulassung von Remimazolam zur Kurznarkose machen die Aktien des Aachener Pharmaunternehmens am Freitagmorgen einen kräftigen Satz. Nach dem grünen Licht der US-Aufsicht für das unter dem Namen Byfavo vermarktete Mittel zur Kurzsedierung von Erwachsenen etwa bei Koloskopien und Bronchoskopien erhält Paion vom Entwicklungspartner Cosmo eine Meilensteinzahlung von 15 Millionen Euro. Zudem fließen gestaffelte Lizenzgebühren von mindestens 15 Prozent auf die Nettoumsätze mit dem Mittel in den USA.

Borussia Dortmund: Der Bundesligist setzt seine Strategie auf junge Talente zu setzen weiter konsequent um. Diesmal auf der Position im zentralen Mittelfeld. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung holt der BVB den 17 Jahre alten englischen Junioren-Nationalspieler Jude Bellingham. Der Deal mit dem zentralen Mittelfeldspieler von Birmingham City aus der zweithöchsten Fußball-Spielklasse in England sei fix, hieß es in dem Bericht auf bild.de. Bellingham soll einen Vertrag erhalten, der bis zum 30. Juni 2025 gültig ist. Die Ablösesumme für den britischen Teenager soll bei 23 Millionen Euro liegen. Bellingham absolvierte sein Profi-Debüt für Birmingham mit 16 Jahren und 38 Tagen im August 2019.

Von Markus Weingran / dpa- AFX

Foto: Homepage Wirecard

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