Schweizer Notenbankchef - Hatten in CS-Fall nicht "Whatever it takes"-Aufgabe

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Zürich (Reuters) - Die Kritik an der Handhabung der Credit-Suisse-Krise durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat nach den Worten von Direktoriumspräsident Thomas Jordan keine Rolle bei seiner Rücktrittsentscheid gespielt.

"Meine Entscheidung wurde in keiner Weise durch den Fall Credit Suisse beeinflusst", erklärte Jordan am Freitag auf einer Pressekonferenz. Er sei nun seit zwölf Jahren Präsident des Verwaltungsrats, jetzt sei der richtige Zeitpunkt für den Schritt gekommen. "Wir haben wieder Preisstabilität und Finanzstabilität."

Im Nachgang zur Notübernahme der Credit Suisse durch die UBS wurde Jordan dafür kritisiert, dass er sich nicht mit einer "Whatever it takes"-Aussage hinter die strauchelnde Großbank gestellt hatte, wie es der damalige EZB-Chef Mario Draghi 2012 zur Stabilisierung des Euro getan hatte. "Die Nationalbank hat nicht diese Rolle, sie hat nicht diese gesetzliche Kompetenz, sie hat nicht diese Zuständigkeit. Es gibt keine Zentralbank auf der Welt, die in der Lage ist, Depositen zu garantieren oder Liquidität ohne Sicherheit zu garantieren, geschweige denn eine Bank zu übernehmen."

Der CS-Fall habe seine Gesundheit nicht beeinträchtigt, sagte Jordan. "Ich fühle mich zu 100 Prozent fit und könnte noch viele Jahre Präsident der Nationalbank bleiben. Ich bin gesund und meine Gesundheit hatte keinen Einfluss auf meine Entscheidung." Zu seiner Nachfolge wollte er sich nicht äußern.

(Bericht von Oliver Hirt und Dave Graham. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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