Krisenszenario der Fed

US-Großbanken können laut Stresstest schweren Konjunktureinbruch meistern

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Melnikov Dmitriy/Shutterstock.com

Die Großbanken in den USA können nach den Ergebnissen des jüngsten Stresstests der Aufsicht auch einen schweren Wirtschaftseinbruch überstehen.

In einem Krisenszenario der Federal Reserve, das unter anderem einen sprunghaften Anstieg der Arbeitslosenquote und starke Turbulenzen an den Börsen vorsieht, kamen 31 getestete Institute im Schnitt immer noch auf eine Kapitalquote (CET 1) von 9,9 Prozent, wie die US-Notenbank am Mittwochabend nach US-Börsenschluss mitteilte. Die geforderte Mindestkapitalquote lag bei 4,5 Prozent. Die Ergebnisse des jährlichen Belastungschecks bestimmen unter anderem, in welchem Umfang die Institute Aktienrückkäufe anschieben und Dividenden an ihre Aktionäre auschütten können.

Die höchste Quote im Krisenszenario unter den getesteten Banken erreichte der Finanzkonzern Charles Schwab mit 25,2 Prozent. Die Bank of New York Mellon, die Großbank JPMorgan, Morgan Stanley, Northern Trust und auch State Street wiesen alle prozentual zweistellige Kapitalquoten auf. Die US-Tochter der Deutschen Bank, die in der Vergangenheit schon mehrmals durchgefallen war, kam im Negativszenario auf eine Kapitalquote von 14,5 Prozent.

Die Ausgestaltung des Krisenszenarios im diesjährigen Belastungscheck stimmte weitgehend mit dem des Tests im Jahr 2023 überein. Es sah unter anderem einen Anstieg der Arbeitslosenquote um 6,3 Prozentpunkte vor. 2023 waren es 6,4 Prozentpunkte gewesen. Zu dem Krisenszenario gehörte auch ein Einbruch der Preise für Gewerbeimmobilien um 40 Prozent. Der Sektor stand zuletzt angesichts der hohen Zinsen, die Kreditnehmer belasten, und der anhaltenden Büroleerstände besonders im Fokus.

onvista Premium-Artikel

onvista Trading-Impuls
Favoritenwechsel bei den US-Techwerten: IBM ist zurück!02. Apr. · onvista
Favoritenwechsel bei den US-Techwerten: IBM ist zurück!
Gold, Aktien, exotische ETFs
So schützt du dich vor Inflation01. Apr. · onvista
So schützt du dich vor Inflation
Chartzeit Wochenausgabe vom 30.03.2025
US-Zölle und Inflation: Warum der Abschwung noch weiter gehen könnte30. März · onvista
US-Zölle und Inflation: Warum der Abschwung noch weiter gehen könnte

Das könnte dich auch interessieren

Dax Tagesrückblick 03.04.2025
Trumps Zölle reißen Dax ins Minus - Adidas verliert über 11 Prozentgestern, 17:59 Uhr · onvista
Trumps Zölle reißen Dax ins Minus - Adidas verliert über 11 Prozent
EUR/USD Wochenausblick 31.03.2025
Euro hat seine Korrektur potenziell abgeschlossen - 1,10 Dollar möglich31. März · onvista
Euro hat seine Korrektur potenziell abgeschlossen - 1,10 Dollar möglich
Dax fällt zwischenzeitlich unter 22.000 Punkte
Märkte tiefrot: Zittern über US-Zollpolitik drückt Börsen31. März · Reuters
Märkte tiefrot: Zittern über US-Zollpolitik drückt Börsen