Berater - Harris' Wirtschaftsagenda zielt auf Mittelschicht ab

Reuters · Uhr

Washington (Reuters) - Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris will ihre wirtschaftspolitische Agenda laut ihren Beratern auf die Senkung der Kosten für Lebensmittel, Wohnen und Gesundheitsversorgung konzentrieren und gleichzeitig das Kindergeld erhöhen.

"Gleiche Werte, andere Vision", beschrieb ein Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch den Unterschied zwischen Harris' wirtschaftspolitischer Agenda und der des amtierenden Präsidenten Joe Biden. Harris' Wahlkampfteam lehnte eine Stellungnahme ab. Harris will am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung in North Carolina Details ihres Wirtschaftsprogramms vorstellen.

Harris' Wirtschaftsprogramm ähnelt dem von Präsident Biden und zielt vor allem auf die Mittelschicht ab, wie mehrere Berater Reuters mitteilten. Ihre Kampagne werde besonders darauf achten, was bei den Wählern in den entscheidenden Bundesstaaten gut ankomme, da weniger als 90 Tage bis zur Präsidentschaftswahl am 5. November blieben. Harris möchte sich von Trumps Steuer- und Zollpolitik abgrenzen und Bidens Versprechen einhalten, die Steuern für Menschen mit einem Einkommen bis zu 400.000 Dollar nicht zu erhöhen. Sie setze auf Pläne zur Senkung der Miet- und Eigenheimkosten und unterstützt nicht mehr Maßnahmen wie ein Fracking-Verbot oder "Medicare for All". "Sie konzentriert sich auf das Thema Wohnraum, weil wir und sie sehr, sehr wohl wissen, dass der Wohnungsmarkt in diesem Land in einer Krise steckt", sagte Marcia Fudge, eine Beraterin von Harris und ehemalige Ministerin für Wohnungsbau und Stadtentwicklung unter Biden.

Unterdessen hat Trump weitere Steuersenkungen für Haushalte der Mittelschicht in Aussicht gestellt und die Abschaffung der Steuern auf Trinkgelder vorgeschlagen - ein Vorschlag, den auch Harris kürzlich unterstützte. Trump fordert zudem die Einführung von umfassenden Importzöllen, was Harris ablehnt.

(Bericht von Nandita Bose und Jeff Mason, geschrieben von Katharina Loesche. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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