Putin - Russische Armee rückt in der Ostukraine so rasch vor wie lange nicht

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Moskau (Reuters) - Die russischen Invasionstruppen in der Ostukraine rücken laut Präsident Wladimir Putin so schnell vor wie schon lange nicht mehr.

"Ein solches Tempo in der Offensive im Donbass hatten wir lange nicht", sagte Putin am Montag vor Schülern einer Oberschule bei einem Besuch in der südsibirischen Region Tuwa. Es gehe nicht mehr darum, 200 oder 300 Meter vorzurücken, sondern um Quadratkilometer. An dem Vormarsch habe auch der ukrainische Vorstoß in die russische Grenzregion Kursk von Anfang August nichts geändert, sagte Putin laut der Nachrichtenagentur RIA weiter. Das ukrainische Eindringen in Kursk sollte auch dafür sorgen, dass die zahlenmäßig überlegene russische Armee Truppen von der Ostfront abzieht, wo sie in den vergangenen Wochen recht schnell mehrere Siedlungen beim Vorrücken auf die strategisch wichtige Stadt Pokrowsk eingenommen hatte.

Pro-russische Militärblogger sprachen am Montag davon, dass russische Truppen nun in die ostukrainischen Kleinstädte Selydowe und Ukrainsk vorgedrungen seien und dort kämpften. Eine Stellungnahme der Ukraine dazu lag zunächst nicht vor. Selydowe liegt etwa 20 Kilometer südlich von Pokrowsk, Ukrainsk etwa 14 Kilometer weiter südlich. Die russische staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete, dass ukrainische Streitkräfte aus einem Teil von Selydowe vertrieben worden seien. Den Bloggern zufolge versuchen die russischen Truppen auch südwärts auf die Stadt Kurachiwka vorzurücken, um die ukrainischen Verteidigungslinien zu durchbrechen und die Kontrolle über die Straße zwischen Pokrowsk und der Regionalhauptstadt Donezk zu verstärken. Laut dem Verteidigungsministerium in Moskau brachten die russischen Streitkräfte mit dem Dorf Skutschne eine weitere Ortschaft in der Region unter ihre Kontrolle, wie RIA meldete.

(Bericht von Reuters, geschrieben von Christian Götz, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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