Vietnam - Mindestens 35 Tote und Hunderte Verletzte durch Taifun Yagi

Hanoi (Reuters) - Bei Erdrutschen und Überschwemmungen infolge des Taifuns Yagi sind am Wochenende in Nordvietnam nach ersten Schätzungen Dutzende Menschen gestorben.
35 Menschen seien zu Tode gekommen und 24 vermisst, erklärte die vietnamesische Katastrophenschutz-Behörde am Montag. Offiziellen Angaben zufolge wurden zudem rund 300 Menschen verletzt. Es habe viele Schäden gegeben, sagte der Vorsitzende des südkoreanischen Wirtschaftsverbandes in Vietnam mit Blick auf Fabriken in den Küstenregionen.
So zeigen etwa Bilder, dass durch den Sturm das Gebäude einer Fabrik der südkoreanischen LG Electronics in Haiphong einstürzte. Ein Zeuge bestätigte dies Reuters.
Nach Angaben der Behörden ist am Montag zudem eine Brücke in der Provinz Phu Tho eingestürzt. "Das ist normalerweise eine stark befahrene Brücke", sagte ein hochrangiger Mitarbeiter der Provinzverwaltung.
Der Taifun, der als stärkster Sturm Asiens in diesem Jahr gilt, war am Samstag auf die Nordostküste des Landes getroffen und hatte schwere Verwüstungen angerichtet. Besonders betroffen waren die Regionen Quang Ninh und Haiphong, wo die Strom- und Telekommunikationsversorgung zusammenbrach. Die Behörden warnten vor weiteren Überschwemmungen und Erdrutschen. Zuvor hatte der schwere Sturm bereits die Philippinen und China heimgesucht und mehrere Menschenleben gefordert.
(Bericht von Khanh Vu, Francesco Guarascio und Phuong Nguyen in Hanoi und Minh Nguyen in Haiphong, geschrieben von Anneli Palmen.; Redigiert von Hans Busemann; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)