Verbraucherpreise

Inflation in Deutschland sinkt im September - In Hessen sogar auf 1,2 Prozent

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Ihar Halavach/Shutterstock.com

Die Inflation in Deutschland ist im September voraussichtlich erneut gefallen.

Dies signalisieren die am Montag veröffentlichten Daten aus den Bundesländern. In Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen fiel die Teuerungsrate jeweils niedriger aus. In Hessen etwa lag sie nur noch bei 1,2 Prozent, in Baden-Württemberg und Brandenburg sank sie auf 1,4 Prozent und in NRW auf 1,5 Prozent.

Das Statistische Bundesamt will um 14.00 Uhr eine erste Schätzung für ganz Deutschland abgeben. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen rechnen mit einem Rückgang der Inflationsrate auf 1,7 Prozent. Das wäre der niedrigste Stand seit rund dreieinhalb Jahren. Im August war die Teuerungsrate auf 1,9 Prozent gefallen, nach 2,3 Prozent im Juli.

"Die Benzinpreise lagen im September rund zwölf Prozent unter dem Niveau des Vorjahres", kommentierte Chefvolkswirt Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank. Das helfe, die Inflation zu stabilisieren. "Entsprechend ist die Teuerungsrate in den Bundesländern gefallen und das dürfte auch für Deutschland und die Eurozone gelten", sagte der HCOB-Experte. "Für die Europäische Zentralbank sind das gute Nachrichten." Aber sie müsse auch auf die - um schwankende Preise für Lebensmittel und Energie bereinigte - Kernrate der Inflation achten, die in der Eurozone möglicherweise gestiegen sei.

Das Inflationsziel der EZB für den Währungsraum liegt bei zwei Prozent und ist so mittlerweile in Sichtweite. Die EZB hatte im Juni die Zinswende nach unten vollzogen und im September nachgelegt. Derzeit rätseln Experten, ob die Notenbanker um EZB-Chefin Christine Lagarde im Oktober oder im Dezember eine weitere Zinssenkung folgen lassen.

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