Habeck zu Wachstumsaussichten - Zahlen sind alles andere als zufriedenstellend

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Berlin (Reuters) - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ist mit den Konjunkturaussichten unzufrieden.

Die Zahlen und Prognosen, insbesondere auf mittlere Sicht, seien "alles andere als zufriedenstellend", sagte der Grünen-Politiker am Dienstag auf dem Deutschen Arbeitgebertag in Berlin. Die Herausforderungen seien insbesondere mit Blick auf das mittelfristige Potenzialwachstum groß: "Das heißt, bei Vollauslastung und optimalen Rahmenbedingungen würden wir nur noch ein halbes Prozent wachsen können." Die Herausforderungen seien damit "fundamentaler als wir es uns bisher eingestanden haben", fügte er hinzu. Es gehe nicht darum, ein Wirtschaftswunder zu erreichen. Vielmehr müssten sich die Rahmenbedingungen in einer gut funktionierenden Volkswirtschaft ändern, die im internationalen Standortwettbewerb stehe.

Zugleich verteidigte Habeck die Subventionspolitik der Bundesregierung. Sie habe das Ziel, vor allem die energieintensive Industrie hierzulande zu unterstützen, klimaneutral zu produzieren: "Ich will den energieintensiven Mittelstand in Deutschland halten", betonte Habeck.

Die Bundesregierung rechnet erst im kommenden Jahr mit einer Konjunkturbelebung durch eine bessere Kauflaune der Verbraucher. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im gerade beendeten dritten Quartal erneut geschrumpft sein, heißt es in dem jüngst veröffentlichten Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. Europas größte Volkswirtschaft rutsche dadurch in eine technische Rezession ab. In ihren Herbstprojektionen erwartet die Bundesregierung ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent für 2025, das sich 2026 auf 1,6 Prozent erhöhen soll. Für das zu Ende gehende Jahr wird dagegen mit einem Rückgang von 0,2 Prozent gerechnet, nachdem das Bruttoinlandsprodukt 2023 bereits um 0,3 Prozent geschrumpft war.

(Bericht von Reinhard Becker; Redigiert von Scot W. Stevenson; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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