Elf Tote bei russischem Angriff auf Sumy - Darunter zwei Kinder

Kiew (Reuters) - Bei einem russischen Raketenangriff auf die nordostukrainische Stadt Sumy sind nach Behördenangaben elf Menschen getötet worden, darunter auch zwei Kinder.
Ziel sei vor allem die Energieversorgung gewesen, in der gesamten Stadt sei der Strom ausgefallen, teilte die regionale Militärverwaltung in der Nacht zum Montag mit. Bei dem Angriff am Sonntagabend wurde demnach ein neunstöckiges Wohngebäude getroffen, neben den elf Todesopfern seien dabei 89 Menschen verletzt worden, darunter elf Kinder, teilten Rettungskräfte über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Mehr als 400 Menschen seien evakuiert worden, teilten die Rettungskräfte weiter mit. Der Leiter der Militärverwaltung von Sumy, Wolodymyr Artjuch, bezeichnet den Abend als "Hölle" für die Stadt. Nach Angaben lokaler Behörden wurden bei dem Angriff 90 Wohnungen, zwei Bildungsstätten und 13 weitere Gebäude beschädigt. Reuters konnte diese Angaben teilweise mit Hilfe von Satellitenaufnahmen bestätigen. Der Angriff folgte auf einen massiven russischen Angriff am Sonntagmorgen, bei dem Energieanlagen im ganzen Land mit Raketen und Drohnen beschossen worden waren. Eine Stellungnahme aus Moskau lag zunächst nicht vor. Beide Seiten bestreiten gezielte Angriffe auf Zivilisten.
(Bericht von Olena Harmash, Tom Balmforth and Anastasiia Malenko in Kyiv; Bearbeitet von Alexander Ratz; Redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)