EU kappt Nabelschnur der Bahn zur Frachttochter Cargo - Harte Sanierung

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Brüssel/Berlin (Reuters) - Der Güterverkehr der Deutschen Bahn steht nach einer Entscheidung der EU-Kommission vor dem größten Einschnitt seiner Geschichte und muss schnell profitabel werden.

Künftig darf der Mutterkonzern die Verluste der Tochter DB Cargo nicht mehr ausgleichen, teilte die EU-Kommission am Freitag in Brüssel mit. Ab 2026 muss die Güterbahn damit faktisch unterm Strich wieder schwarze Zahlen schreiben. Der sogenannte Ergebnis-Abführungsvertrag zwischen Mutterkonzern und Tochter wird ab 2025 gekappt. Zudem verhängte die EU weitere Auflagen zur Sanierung der Frachttochter. Bereits in den vergangenen Jahren geflossene Summen von 1,9 Milliarden Euro zum Ausgleich der Verluste wurden im Gegenzug genehmigt. Das Verkehrsministerium zeigte sich erleichtert, dass das Beihilfeverfahren nun beendet sei. "Damit gibt es nun Klarheit für die Zukunft für das Unternehmen."

Die EU hatte 2022 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet, da der Staatskonzern Deutsche Bahn über Jahre Verluste der Frachttochter ausgeglichen hatte. Konkurrenten von DB Cargo hatten sich beschwert und von Wettbewerbsverzerrung gesprochen. In langen Verhandlungen mit der Bundesregierung waren im Spätsommer bereits erste Eckpfeiler einer Einigung bekannt geworden. Parallel wurde im harten Ringen mit den Gewerkschaften ein Sanierungskurs gestartet, der mindestens 2300 der 19.000 Stellen kosten wird.

(Bericht von Markus Wacket und Foo Yun Chee, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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