Geldpolitik

EZB muss bei Inflation von rund zwei Prozent nicht restriktiv sein

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Ungvari Attila/Shutterstock.com

Die Europäische Zentralbank (EZB) muss nach den Worten ihres Chefvolkswirts Philip Lane die Zinsen nicht auf einem restriktiven Niveau halten.

Wenn die Inflationsdynamik bei über zwei Prozent liege, müsse man die Wirtschaft mit der Geldpolitik zwar bremsen, sagte Lane am Freitag im Podcast der EZB. Er fügte aber hinzu: "Was wir jetzt sehen, ist, dass die Inflationsdynamik in Zukunft eher in Richtung von etwa zwei Prozent geht."

Angesichts der nachlassenden Inflation und der mauen Konjunkturaussichten in der Euro-Zone hat die EZB ihren Leitzins in der vergangenen Woche zum vierten Mal in diesem Jahr gesenkt - und zwar um einen viertel Prozentpunkt. Die Notenbanker um EZB-Präsidentin Christine Lagarde sehen eine Inflation von zwei Prozent mittelfristig als ideal für die Konjunktur der Euro-Zone. Im November lag die Jahresteuerung bei 2,2 Prozent.

EZB-Ratsmitglied Christodoulos Patsalides hat sich jüngst für weitere allmähliche Zinssenkungen der EZB ausgesprochen. Angesichts des hohen Maßes an Unsicherheit "müssen wir wachsam und vorsichtig sein", sagte Zyperns Notenbankchef in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. "Außerdem wollen wir die Märkte nicht überraschen und die falschen Signale geben. Daher bin ich der Meinung, dass kleinere Zinsanpassungen angemessener sind."

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