Geldpolitik

Chinas Zentralbank will Zinsen senken - "Zum geeigneten Zeitpunkt"

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Peking (Reuters) - Die chinesische Zentralbank will ihre Zinsen in diesem Jahr senken. Dies werde zu einem geeigneten Zeitpunkt passieren, berichtete die "Financial Times" am Freitag unter Berufung auf die Zentralbank. Demnach soll "der Rolle von Zinsanpassungen" Priorität eingeräumt werden, während bislang Ziele für das Kreditwachstum im Mittelpunkt standen. Dies würde auf eine Umgestaltung der Geldpolitik hinauslaufen.

Der wichtigste Leitzins für die Wirtschaft ist der siebentägige Repo-Satz. Dieser wurde zuletzt Ende September von 1,7 auf 1,5 Prozent gesenkt. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt kann frische Konjunkturimpulse durch eine gelockerte Geldpolitik gut gebrauchen. Die Regierung strebt für dieses Jahr erneut ein Wirtschaftswachstum von rund fünf Prozent an. Experten zufolge dürfte das angesichts der Immobilienkrise, fallender Preise und der Gefahr höherer Zölle auf Exporte in die USA schwierig werden. Das Politbüro der Kommunistischen Partei hatte deshalb im Dezember angekündigt, künftig eine angemessen lockere Geldpolitik zu verfolgen. Zuvor war von einer umsichtigen Geldpolitik die Rede gewesen.

Die heimische Wirtschaft werde im neuen Jahr mit vielen neuen Schwierigkeiten konfrontiert sein, sagte der stellvertretende Generalsekretär der Nationalen Kommission für Entwicklung und Reform, Yuan Da, auf einer Pressekonferenz. Zugleich gebe es reichlich Spielraum für eine aktivere Konjunkturpolitik. So werde die Regierung die Finanzierung durch ultralange Staatsanleihen in diesem Jahr deutlich erhöhen, um neue Initiativen zu unterstützen. Dazu gehörten ein Subventionsprogramm für langlebige Güter. Es soll den Verbrauchern die Möglichkeit bieten, alte Autos oder Haushaltsgeräte einzutauschen und neue günstiger zu erwerben. Auch gehe es um ein separates Programm, das umfangreiche Modernisierungen von Unternehmen fördere.

(Bericht von Liangping Gao und Kevin Yao, geschrieben von René Wagner, redigiert von Thomas Seythal)

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