Trumps Sohn Don Jr. in Grönland eingetroffen

Reuters · Uhr
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Kopenhagen/Washington (Reuters) - Der älteste Sohn des designierten US-Präsidenten Donald Trump ist in Grönland eingetroffen.

Gut zwei Wochen nachdem sein Vater laut die Idee einer Eingliederung der zu Dänemark gehörenden Insel an die USA verbreitete, landete Donald Trump Jr. am Dienstag auf dem Flughafen von Nuuk. Nach eigenen Angaben handelt es sich um einen reinen Privatbesuch. Doch angesichts der Äußerungen seines Vaters wohnt der Reise eine gewisse politische Brisanz inne, zumal Don Jr. einer der engsten Vertrauten des künftigen Präsidenten ist. Das weitgehend autonom verwaltete Grönland ist für die USA aufgrund seiner geografischen Lage sicherheitspolitisch relevant, zudem gibt es dort viele Rohstoffe.

Trump hatte kurz vor Weihnachten erklärt, die USA seien der Ansicht, dass es "im Interesse der nationalen Sicherheit und der Freiheit in der Welt" eine "absolute Notwendigkeit" sei, Grönland zu besitzen und zu kontrollieren. Bereits während seiner ersten Amtszeit hatte Trump Interesse an Grönland gezeigt. Damals wollte er die Insel kaufen, handelte sich aber eine Abfuhr der dänischen Regierung ein.

"Nein, ich kaufe Grönland nicht", sagte der älteste Spross des künftigen Präsidenten in seinem Podcast am Montag. Er komme lediglich als Tourist für einen "sehr langen persönlichen Tagestrip nach Grönland". Der künftige US-Präsident forderte unterdessen in Anlehnung an sein Wahlmotto "Make America Great Again" auf seiner Socialmedia-Plattform Truth Social "Grönland wieder groß zu machen". Die Insel sei "ein unglaublicher Ort, und die Menschen werden enorm davon profitieren, wenn und sobald es Teil unserer Nation wird", schrieb Trump, der am 20. Januar vereidigt wird. Grönlands Regierungschef Mute Egede hat betont, dass die Insel nicht zum Verkauf stehe. In seiner Neujahrsrede hat er aber auch auf Unabhängigkeit von Dänemark gedrungen.

(Bericht von Stine Jacobsen, Jacob Gronholt-Pedersen, Alexandra Ulmer, geschrieben von Christian Rüttger, redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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