Immobilienkonzern

Vonovia-Tochter Deutsche Wohnen kommt operativ voran

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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BERLIN (dpa-AFX) - Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hat im ersten Halbjahr unter anderem dank höherer Mieten operativ mehr verdient. Unter dem Strich blieb die Vonovia-Tochter aber wegen einer Abschreibung auf Grundstücke und einem erneut negativen Bewertungsergebnis eines übernommenen Unternehmens in den roten Zahlen. Der Verlust ging allerdings von etwas mehr als 200 Millionen Euro im Vorjahresabschnitt auf 53,5 Millionen Euro zurück, wie das im MDax notierte Unternehmen am Freitag in Berlin mitteilte. Im ersten Halbjahr 2024 hatte Deutsche Wohnen den Wert seiner Immobilien wegen der gestiegenen Zinsen noch um mehr als eine halbe Milliarde Euro abwerten müssen.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) aus den fortgeführten Geschäftsbereichen sei in den ersten sechs Monaten 2025 um gut ein Fünftel auf 395 Millionen Euro gestiegen, hieß es nun weiter. Der Konzern rechnet bei dieser Kennziffer im laufenden Jahr weiter mit einem deutlichen Anstieg.

Etwas optimistischer ist der Konzern beim Blick auf den Vorsteuergewinn. Da sich das Unternehmen bei seinen Refinanzierungen inzwischen besser auf das im Mehrjahresvergleich höhere Zinsniveau eingestellt hat, geht Deutsche Wohnen bei diesem Wert inzwischen auch von einem deutlichen Anstieg aus. Bislang war hier lediglich ein moderater Anstieg in Aussicht gestellt worden.

Vonovia hatte Deutsche Wohnen 2021 übernommen und in den vergangenen Jahren den Konzern immer enger an sich gebunden. Aktuell hält Vonovia knapp 77 Prozent der Anteile. Etwas mehr als zwölf Prozent liegen im Streubesitz. Da Deutsche Wohnen insgesamt etwas mehr als neun Milliarden Euro wert ist, liegt der Wert dieses Anteils bei rund 1,1 Milliarden Euro - das reicht für eine Notierung des Deutsche-Wohnen-Papiers im MDax. Vonovia selbst kommt auf 24 Milliarden Euro und ist im Dax gelistet./zb/mis

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