BMW, Daimler & VW: Automarkt in China zieht deutlich an – Förderung durch den Bund lässt auf sich warten

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BMW, Daimler & VW: Automarkt in China zieht deutlich an – Förderung durch den Bund lässt auf sich warten

Besonders die Aktien aus der Autobranche stehen heute hoch im Kurs der Anleger. Die Papiere von BMW, Daimle rund VW liegen heute mit Zuwächsen von über 6 Prozent alle dick im Plus. Zum einen gibt es gute Nachrichten vom chinesischen Automarkt und zum anderen haben heute wohl einige Anleger darauf spekuliert, dass der Bund neue Fördermaßnahmen für die Autobauer beschließt. daraus wird heute allerdings wohl nichts. Wie aus Koalitionskreisen zu erfahren war, dürften das Gipfeltreffen um einen Tag verlängern.

Angesichts des hohen Beratungsbedarfs planen die Koalitionsspitzen, ihre Gespräche über das geplante milliardenschwere Konjunkturprogramm in der Nacht zu unterbrechen. Die Verhandlungen sollten voraussichtlich noch vor Mitternacht unterbrochen und an diesem Mittwochvormittag nach der Kabinettssitzung fortgesetzt werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Koalitionskreisen. Man wolle ohne Zeitdruck über die verschiedenen Einzelthemen sprechen, hieß es zur Begründung.

Bei zentralen Punkten gibt es unterschiedliche Auffassungen bei Union und SPD. Dazu gehören eine Entlastung von Kommunen, Steuerentlastungen für Unternehmen, ein Familienbonus sowie eine Prämie beim Autokauf. Aus Teilnehmerkreisen hieß es weiter, es seien nicht nur Einigungen in den Einzelpunkten nötig. Am Ende müssten viele Vorschläge gestrichen werden, damit das Paket nicht zu teuer werde.

In China werden wieder deutlich mehr Autos verkauft

Der chinesische Automarkt hat seine deutliche Erholung nach dem Einbruch in der Corona-Krise wohl auch im Mai fortgesetzt. Der Absatz ist im Vergleich zum Vorjahresmonat Schätzungen zufolge um rund 12 Prozent auf 2,14 Millionen Fahrzeuge gestiegen, wie der Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) am Dienstag in Peking mitteilte. Allerdings ist der Absatz in den ersten fünf Monaten des Jahres den Angaben zufolge immer noch klar rückläufig: Von Januar bis Mai ergibt sich ein Minus von 23 Prozent auf 7,9 Millionen Fahrzeuge. Der CAAM misst den Absatz von Pkws und kleineren Nutzfahrzeugen an die Händler.

Im Februar war der chinesische Automarkt wegen der Corona-Krise regelrecht zusammengebrochen. Im März waren die Auswirkungen der Pandemie ebenfalls noch deutlich zu spüren und die Zahlen stark rückläufig. Im Zuge der Corona-Krise waren viele Werke dicht, auch Autohäuser hatten ihre Türen lange geschlossen. Im April setzte dann aber eine deutliche Aufholbewegung in China ein. Die chinesische Regierung hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die maue Nachfrage wieder anzukurbeln. In den vergangenen beiden Jahren war der größte Automarkt der Welt jeweils geschrumpft.

Eine vollständige Erholung des Marktes, der schon vor der Virus-Krise unter der sich eintrübenden Konjunktur, dem Handelskonflikt zwischen China und den USA sowie der Zurückhaltung der Käufer litt, ist laut CAAM aber keineswegs sicher. So hatte der Herstellerverband im Mai davor gewarnt, dass der Absatz in China in diesem Jahr um bis zu 25 Prozent einbrechen könnte. Für die deutschen Autokonzerne Volkswagen , Daimler und BMW ist China der wichtigste Einzelmarkt.

Markus Weingran / dpa-AFX

Foto: rvlsoft / Shutterstock.com

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