ElringKlinger: Automobilzulieferer sticht PowerCell und Plug Power aus – Airbus setzt auf Brennstoffzellen aus Dettingen

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ElringKlinger: Automobilzulieferer sticht PowerCell und Plug Power aus – Airbus setzt auf Brennstoffzellen aus Dettingen

Das ist schon eine große Überraschung! Airbus sucht sich als Partner für seine Wasserstoff-Pläne den Automobilzulieferer aus Dettingen aus. Nachdem zuletzt PowerCell den Jungfernflug einer Propeller-Maschine, mit einer Brennstoffzelle aus Schweden vermeldet hatte und Plug Power ebenfalls im dem Bereich Luftfahrt tätig ist, hatten viele Experten wohl eher die beiden bekannten Player aus der Branche auf der Rechnung. Aber ähnlich wie Tesla – Kooperation mit Piedmont Lithium – setzt auch Airbus auf einen eher kleineren Player in der Branche.

Gemeinschaftsunternehmen noch dieses Jahr

ElringKlinger und Airbus wollen künftig gemeinsam Brennstoffzellen für die Luftfahrt entwickeln. Dazu solle noch in diesem Jahr ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Der Automobilzulieferer soll an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen eine Minderheitsbeteiligung halten, Airbus den Rest. Über weitere Details sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es. Die üblichen rechtlichen Genehmigungen für das Vorhaben stünden noch aus. ElringKlinger hatte bereits Stacks an Airbus geliefert.

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Für das Gemeinschaftsunternehmen werden die Dettinger nun ihre Technologie zur Verfügung stellen, hieß es. Airbus zahlt im Gegenzug den Angaben zufolge einen niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Zudem liefere ElringKlinger künftig die für die Entwicklung nötigen Komponenten zu.

2035 soll der Wasserstoff-Flieger abheben

Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus will in 15 Jahren ein Passagierflugzeug mit Wasserstoffantrieb herstellen. „Unser Ehrgeiz ist es, eine solche Maschine als erster Hersteller 2035 in Betrieb zu nehmen“, sagte Konzernchef Guillaume Faury der vor nicht allzu langer Zeit der französischen Tageszeitung „Le Parisien – Aujourd’hui en France“.

Erst Anfang der Woche hatten Deutschland und Frankreich eine engere Kooperation im Bereich Wasserstoff vereinbart. Emmanuel Macron sprach danach von einem „Airbus für Batterien“. Ob er da wohl schon etwas wusste von der Kooperation der beiden Parteien?

Plug Power geht einen anderen Weg

Während Airbus und jetzt wohl auch ElringKlinger auf die Entwicklung eines komplett neuen Flugzeuges mit Wasserstoffantrieb setzen, konzentriert sich Plug Power in Kooperation mit Universal Hydrogen auf die Entwicklung eines mit Wasserstoff angetriebenen Motors. Dieser soll Umrüstkit für das Regionalflugzeug de Havilland Canada DHC-8 zum Einsatz kommen. Geht es nach den Amerikanern könnte der neue Motor mit Zustimmung der zuständigen Behörde bereits 2024 startklar sein. 11 Jahre bevor Airbus seinen Flieger auf den Markt bringen möchte. Allerdings ist der Markt für die angestrebte Umrüstung relativ überschaubar. Laut Universal Hydrogen kommen rund 2.200 Flugzeuge für eine entsprechende Umrüstung in Frage.

Aktie von ElringKlinger erhält neue Fantasie

Nach eher enttäuschenden Zahlen für das 1.Halbjahr, mit einem Umsatzrückgang von etwa 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, kann das Papier die neue Wasserstoff-Fantasie und vor allen Dingen, den „niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbetrag“ gut vertragen. Charttechnisch hat sich das Bild in den letzten Wochen auch deutlich aufgehellt. Das der Kurs jetzt wieder in den zweistelligen Bereich läuft, könnte durchaus möglich sein, da ElringKlinger sich mit der Airbus-Kooperation auch gleichzeitig ein neues Geschäftsfeld erschlossen hat – die Luftfahrtbranche.

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Von Markus Weingran

Foto: Homepage ElringKlinger

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