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Handelsstreit: China nimmt einige US-Produkte von Strafzöllen aus – „Geste des guten Willens“ ++ Apple: Neues iPhone ohne 5G ++ Merck: Bald wieder Wachstum im Problemgeschäft

onvista

Nach Kursgewinnen in den USA und an den meisten asiatischen Börsen sind auch die Dax-Anleger zur Wochenmitte weiter optimistisch. Versöhnlichere Töne aus China im Handelsstreit mit den USA beruhigten, sagten Händler.

Handelsstreit: China nimmt einige US-Produkte von Strafzöllen aus – „Geste des guten Willens“ ++ Apple: Neues iPhone ohne 5G ++ Merck: Bald wieder Wachstum im Problemgeschäft

China macht Zoll-Ausnahmen – „Geste des guten Willens“

China hat eine Liste von US-Produkten vorgelegt, die von Strafzöllen ausgenommen werden sollen. Es geht um 16 Arten von Produkten, wie Chinas Finanzministerium am Mittwoch mitteilte, darunter einige Medikamente, medizinische Ausrüstung und Chemikalien. Das Ministerium machte keine Angaben darüber, wie groß das Volumen der Produkte ist. Weitere Ausnahmen würden geprüft. Die staatliche Zeitung „Global Times“ sprach von einer „Geste des guten Willens“ im Handelskrieg, bevor beide Seiten Anfang Oktober wieder Verhandlungen aufnehmen.

Beide Staaten haben sich mit hohen Strafzöllen überzogen. Auslöser des seit mehr als einem Jahr andauernden Handelskonflikts war die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten und den zwangsweisen Technologietransfer bei in China tätigen US-Unternehmen sowie staatliche Subventionen.

EZB-Entscheid am Donnerstag

Gespannt warten die Anleger nach wie vor auch auf die Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank an diesem Donnerstag. Dabei interessiert besonders, wie stark die Notenbank ihren Satz für Bankeinlagen absenken wird, was für Banken letztlich steigende Strafzinsen bedeutet. Auch fragt sich wohl so mancher, ob es ein neues Anleihekaufprogramm geben könnte oder ob zumindest die Bereitschaft dazu signalisiert wird. Die Erwartungen an den Börsen sind hoch, entsprechend groß ist daher inzwischen auch das Enttäuschungspotenzial.

Handelsstreit zwischen Südkorea und Japan eskaliert weiter

Südkorea will wegen des Streits mit Japan über dessen strengere Exportkontrollen für Materialien zur Chip- und Display-Produktion Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) einlegen. Das Verfahren solle zum Schutz der nationalen Interessen in Gang gesetzt werden, sagte Handelsministerin Yoo Myung Hee am Mittwoch in Seoul. Sie warf dem Nachbarland erneut vor, die Verhängung der Kontrollmaßnahmen Anfang Juli sei politisch motiviert gewesen.

Yoo spielte auf den Disput zwischen beiden Ländern über die Entschädigung koreanischer Zwangsarbeiter während Japans Kolonialherrschaft (1910 bis 1945) an. Der Oberste Gerichtshof in Südkorea hatte im vergangenen Jahr zwei japanische Unternehmen angewiesen, Schadenersatz an ehemalige Zwangsarbeiter zu zahlen. Tokio sieht das Thema Entschädigung jedoch durch einen bilateralen Vertrag von 1965 als längst abgeschlossen an.

Japan hatte die Exportkontrollen daher auch damit begründet, dass das gegenseitige Vertrauen untergraben sei. Japanische Firmen müssen jetzt für den Export bestimmter Materialien wie Fotolacke, die in der Chip-Produktion verwendet werden, jedes Mal Lizenzen beantragen. Südkoreas Chipindustrie ist die größte der Welt, ist aber auf Vorprodukte aus Japan angewiesen.

Durch einen Beschluss der Regierung in Tokio, das Nachbarland zudem von der sogenannten „weißen Liste“ bevorzugter Handelspartner zu streichen, verschärfte sich zuletzt der Handelsstreit. Seoul kündigte jetzt an, den Nachbarn zunächst zu einem bilateralen Treffen als Teil des Schlichtungsverfahrens der WTO aufzufordern.

Apple präsentiert neues iPhone

Apple setzt bei seiner neuen iPhone-Generation stark auf bessere Kameras, um die zuletzt gesunkenen Verkäufe seines wichtigsten Produkts anzukurbeln. Das iPhone 11, das als Einstiegsmodell das aktuelle iPhone XR ersetzt, bekommt unter anderem einen Nachtmodus, der für gute Bilder bei dunklen Lichtverhältnissen sorgen soll. Und zum ersten Mal bekommt auch das günstigste iPhone-Modell eine Doppelkamera, die Weitwinkelaufnahmen, einen vollwertigen Porträtmodus und andere Verbesserungen ermöglicht.

Die Börse reagierte auf die Ankündigungen leicht positiv. Die Apple-Aktie stieg am Dienstag nach dem Launch-Event auf dem Firmencampus in Cupertino (Kalifornien) um 1,2 Prozent.

Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Samsung und Huawei verzichtet Apple bei seinen Top-Modellen auf die Unterstützung des neuen Mobilfunk-Standards 5G. Allerdings gibt es in Deutschland derzeit ohnehin nur wenige Antennen-Standorte, die bereits mit 5G funken. Auf der anderen Seite werden die Provider das Thema 5G in den kommenden Monaten nutzen, um sich am Markt zu profilieren. Das erste 5G-iPhone wird für das kommende Jahr erwartet.

Lesen Sie hier unsere Detail-Einschätzung: Apple – Neues iPhone, neue Apple Watch und Kampfpreise bei den Streamingdiensten – Viel Rauch um nichts?

Merck will ab 2020 wieder Wachstum im Problemgeschäft Spezialmaterialien haben

Der Spezialchemie- und Pharmakonzern Merck erwartet für sein schwieriges Geschäft mit den Spezialmaterialien eine baldige Rückkehr zum Wachstum. Ab dem Jahr 2020 rechnet das Unternehmen mit einem durchschnittlichen jährlichen organischen Umsatzwachstum für die Sparte in der Größenordnung von 2 bis 3 Prozent, wie Merck am Morgen mitteilte. Die bereinigte Ebitda-Marge soll zudem dauerhaft rund 30 Prozent betragen. Auf der Handelsplattform Tradegate legte die Aktie im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss am Dienstag um rund 1 Prozent zu.

Merck hat im Geschäft mit den Spezialmaterialien seit einiger Zeit mit der wachsenden Konkurrenz aus Asien und einer allgemeinen Marktschwäche zu kämpfen. Bereinigt um Währungseffekte und den Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen sanken die Erlöse hier im dritten Quartal. Merck will in diesem Bereich durch eine verstärkte Ausrichtung auf die Halbleiter- und Elektronikindustrie die Kurve kriegen und verleibt sich zu dem Zweck den US-Halbleiterzulieferer Versum sowie den kalifornischen Materialspezialisten Intermolecular ein. Die Übernahmen sollen bis Jahresende abgeschlossen werden. Die Integrationsplanungen seien bereits weit fortgeschritten, teilte das Unternehmen am Mittwoch weiter mit.

Kurz und knapp:

Ford: Der Autobauer will anders als sein großer US-Rivale General Motors am Geschäft in Europa festhalten. „Wir haben keine Pläne, Europa zu verlassen“, sagte Europa-Chef Stuart Rowley am Rande der Automesse IAA in Frankfurt. „Wir sind seit mehr als 100 Jahren hier und wollen noch viele Jahre bleiben.“ General Motors hatte dagegen seine Tochter Opel an den französischen Peugeot- und Citroen-Hersteller PSA abgetreten und sich auf den Heimatmarkt konzentriert.

Ford hatte Ende Juni den Abbau von 12000 Arbeitsplätzen in Europa – rund jeder fünften Stelle – angekündigt. Fünf Werke – drei in Russland und jeweils eins in Frankreich und Großbritannien – werden geschlossen. Eine Getriebefabrik in der Slowakei wird verkauft. Ford soll danach zum Ende des Jahres 2020 noch 18 Produktionsstandorte in Europa haben. Die Europa-Zentrale des Autobauers befindet sich in Köln.

Deutsche Wohnen: Deutsche Wohnen, vom Bankhaus Lampe nun zum Kauf empfohlen, legten vorbörslich um rund 2 Prozent zu.

SLM Solutions: Die Papiere wurden von der britischen Investmentbank HSBC bei einem unveränderten Kursziel von 10 Euro von „Hold“ auf „Reduce“ abgestuft. Der maue Jahresstart des Herstellers von 3D-Druckern zeige, dass die Hoffnung auf eine Trendwende noch verfrüht sei, hieß es unter Verweis auf die im August vorgelegten Zahlen zum zweiten Quartal.

Puma: Zudem strich die HSBC ihre Kaufempfehlung für die Puma-Aktie nach ihrem guten Lauf.

Vapiano: Außerhalb der Dax-Familie gab die Restaurant-Kette Vapiano am Morgen ihre Halbjahreszahlen bekannt und bestätigte den Jahresausblick.

(onvista/dpa-AFX)

Titelfoto: Lightspring / Shutterstock.com

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