Infineon: Werk in Texas wird wieder hochgefahren ++ Linde: Ab heute im S&P 100 ++ Twitter, Facebook & Co: Donald Trump eröffnet eigene Plattform

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Infineon: Werk in Texas wird wieder hochgefahren ++ Linde: Ab heute im S&P 100 ++ Twitter, Facebook & Co: Donald Trump eröffnet eigene Plattform

Die deutsche Tourismus- und Luftverkehrsbranche stemmt sich gegen eine neue mögliche Quarantänepflicht für Reiserückkehrer selbst aus Nicht-Risikogebieten. Ein solcher Beschluss wäre unverhältnismäßig, nicht zielführend und würde zudem die Gesundheitsbehörden überfordern, da sie die Einhaltung der Quarantäne überwachen müssten, kritisierten der Deutsche Reiseverband (DRV) und der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) in einem offenen Brief.

In einem Beschlussentwurf aus dem Kanzleramt für die Bund-Länder-Runde an diesem Montag ist von einer Quarantäne- und Testpflicht für alle Reisende aus dem Ausland die Rede – unabhängig von dortigen Inzidenzen. Der Punkt ist aber in eckigen Klammern formuliert und steht unter einem „Prüfvorbehalt“.

Der angedachte Beschluss ziele offenbar darauf, unter anderem Osterreisen nach Mallorca zu verhindern, meinen der DRV und BDL. Die Inzidenz auf der Balearen-Insel liege aber derzeit bei unter 20, zusätzlich gälten dort strenge Vorschriften. „Bei der Rückreise nach Deutschland besteht insofern auch kein erhöhtes sondern ein sogar stark vermindertes Eintragungsrisiko“, schreiben DRV-Präsident Norbert Fiebig und BDL-Präsident Peter Gerber.

Knock-Outs zur Volkswagen VZ Aktie

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Die Bundesregierung habe ein System errichtet, das bei stabilen Inzidenzen unter 50 keine Reisebeschränkungen vorsehe und eine Quarantäne erst bei Inzidenzen darüber. Eine weitere Verschärfung würde die Frage aufwerfen, warum dann bei Bewegungen in Deutschland bei sehr viel höheren Inzidenzen keine Quarantänepflicht verlangt werde.

Dax: Leitindex wird vorsichtiger

Etwas gedämpfter fällt zum Start der neuen Woche die Stimmung am deutschen Aktienmarkt aus. Angesichts des vermutlich andauernden Lockdowns in Deutschland scheinen die Anleger nach den jüngsten Rekorden vorerst etwas auf die Bremse zu treten. Analyst Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel sprach von Gewinnmitnahmen. Dies ändere aber nichts daran, dass der Dax perspektivisch weiter in Richtung 15.000 Punkte strebe.

Der Dax fiel am Montag zum Start um 0,39 Prozent auf 14.563,48 Punkte. In der Vorwoche hatte der deutsche Leitindex seine Rekordjagd mit 14.804 Punkten gekrönt. Danach setzten Gewinnmitnahmen ein. Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Börsenwerten fiel am Montag um 0,26 Prozent auf 31.539,27 Zähler. Auch das Eurozonen-Kursbarometer EuroStoxx 50 gab im frühen Handel um 0,6 Prozent nach.

Linde: Aktie ab heute im S&P 100 gelistet

Die Aktien des Industriegaseherstellers und der Telekom-Tochter T-Mobile US werden an diesem Montag (22. März) in den S&P 100 aufgenommen. Zudem wird der Halbleiterhersteller Broadcom in den Index aufgenommen. Dafür müssen laut dem Indexanbieter S&P der Versicherer Allstate, der Energiekonzern Kinder Morgan und der Ölbranchen-Dienstleister Schlumberger ihre Plätze räumen.

Infineon: Wintereinbruch in Texas belastet – Papiere ab heute auch im EuroStoxx 50

Der Chiphersteller fährt seine Produktionskapazitäten in Austin, Texas, wieder hoch. Ab Juni sollen die ursprünglichen Mengen wieder erreicht werden, teilte das Unternehmen am Freitag in Neubiberg bei München mit. Infineon hatte die Anlage wegen eines schweren Wintersturms Mitte Februar abschalten müssen. „Nach derzeitigen Erkenntnissen gehen wir davon aus, dass wir aufgrund des Ereignisses den Bedarf unserer Kunden nicht vollumfänglich bedienen können“, sagte Vorstand Jochen Hanebeck laut Mitteilung. Dazu stehe das Unternehmen mit den betroffenen Kunden in engem Austausch. Wegen des angespannten Marktumfelds und der daraus resultierenden vollen Auslastung werde es nicht möglich sein, die ausgefallene Produktionsmenge wieder auszugleichen.

In Austin fertigt und testet Infineon Produkte, die in zahlreichen Anwendungen eingesetzt werden. Wegen der Abschaltung rechnet das Unternehmen mit Umsatzeinbußen. Diese dürften insbesondere im dritten Quartal (per 30. Juni) anfallen und einen hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag ausmachen. An seiner Umsatzerwartung für das gesamte Geschäftsjahr hält Infineon jedoch wegen der hohen Nachfrage nach Mikroelektronik fest. Ein Update zu Austin will der Konzern bei seiner Quartalsberichterstattung am 4. Mai geben.

Infineon verdrängt Nokia

Von diesem Montag an wird die Aktie des Münchener Chipherstellers auch im Eurostoxx 50 zu finden sein. Sie ersetzt im Leitindex der Eurozone wie bereits berichtet das Papier des finnischen Netzwerkausrüsters Nokia. Im Stoxx Europe 50 bleibt alles beim Alten.

Zugleich wird von heute an unter anderem der Medikamenten-Versandhändler Shop Apotheke im Stoxx Europe 600 vertreten sein. Außerdem sind drei deutsche Unternehmen aus dem Index der 600 größten europäischen Unternehmen herausgenommen worden: Varta, Adler Group und Telefonica Deutschland.

Wichtig sind diese Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes exakt nachbilden (ETF). Diese müssen ihre Anlagen dann entsprechend umschichten und umgewichten, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann.

Traton: VW-Tochter erhöht die Investitionen

Die VW-Nutzfahrzeugholding Traton will in den kommenden Jahren mehr Geld in die Entwicklung von Elektroantrieben stecken. Bis 2025 seien nun statt einer Milliarde Euro zusammengenommen 1,6 Milliarden für Forschung und Entwicklung in diesem Bereich vorgesehen, wie Traton am Montag in München mitteilte. Die Ausgaben für konventionelle Antriebe werden eingedampft, 2025 soll weniger als ein Fünftel der Investitionen in der Produktentwicklung auf diese Antriebe entfallen. „Traton setzt klar auf den Elektro-Lkw“, sagte Vorstandschef Matthias Gründler laut Mitteilung.

Bei der schwedischen Marke Scania würden 2025 rund 10 Prozent des Absatzes in Europa mit Elektroantrieben fahren, 2030 dürfte jedes zweite von Scania verkaufte Fahrzeug einen E-Antrieb haben, hieß es. Bei MAN sollen 2025 die Hälfte der neuen Busse einen alternativen Antrieb haben. 2030 werden mindestens 60 Prozent der Lkw für den Lieferverkehr und 40 Prozent der Lkw für Fernverkehr emissionsfrei sein, so die Planungen des Konzerns.

Kurz & knapp:

Twitter: Ex-US-Präsident Donald Trump plant nach Angaben eines Beraters nach seiner Suspendierung auf Twitter, Facebook und anderen Internet-Diensten seine eigene Plattform. Trump werde in zwei bis drei Monaten mit einer eigenen, neuen Plattform in den Bereich Social Media zurückkehren, sagte Berater Jason Miller dem Sender Fox News am Sonntag. Das werde „das Spiel komplett neu definieren“. Twitter hatte im Januar Trumps privaten Account mit 88 Millionen Anhängern dauerhaft gesperrt. Wenige Tage zuvor hatten Trump-Befürworter den Sitz des US-Parlaments, das Kapitol, gestürmt. Trump hatte zuvor seine Unterstützer über seine Social-Media-Kanäle aufgefordert, zum Kapitol zu marschieren, wo die Wahl seines Rivalen Joe Biden gerade offiziell bestätigt werden sollte.

Evotec: Das Biotech- und Forschungsunternehmen geht mit dem japanischen Pharmakonzern Takeda eine Partnerschaft zu RNA-Medikamenten ein. Die Unternehmen wollen in der Kooperation vielversprechende RNA-Sequenzen (Ribonukleinsäure) identifizieren, die sich zu möglichen Therapeutika weiterentwickeln lassen, wie Evotec am Montag in Hamburg mitteilte. Im Rahmen der Vereinbarung erhält Evotec Forschungszahlungen und hat Anspruch auf Meilensteinzahlungen von bis zu 160 Millionen US-Dollar (134 Mio Euro) je Programm. Darüber hinaus hat Evotec Anspruch auf gestaffelte Umsatzbeteiligungen am Nettoumsatz der Produkte, die aus der Kooperation hervorgehen.

Saudi Aramco: Der Gewinn des staatlichen saudischen Ölkonzerns ist im vergangenen Jahr aufgrund niedriger Rohölpreise und eines gesunkenen Absatzes um 44 Prozent zurückgegangen. Der Branchengigant meldete am Sonntag einen Jahresüberschuss von 49 Milliarden US-Dollar (41 Mrd Euro) – das ist ein Rückgang von gut 39 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Der Präsident und Vorsitzende des Konzerns, Amin Nassir, sprach von „einem der herausforderndsten Jahre der jüngeren Geschichte“. Die Corona-Pandemie habe enorme Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft gehabt. Allerdings war der Gewinn des Unternehmens bereits 2019 und damit noch vor der Corona-Krise um 20 Prozent geschrumpft.

SFC Energy: Der Anbieter von Wasserstoff- und Direktmethanol-Brennstoffzellen für stationäre und mobile Hybrid-Stromversorgungslösungen, vergrößert sein Vertriebsgebiet signifikant. Gemeinsam mit Toyota Tsusho bringt SFC Energy die umweltfreundlichen und leistungsstarken Wasserstoff- und Direktmethanol-Brennstoffzellen-Systeme rund um die EFOY-Serie in weitere südostasiatische Ländermärkte. Toyota Tsusho vertreibt die Aggregate fortan exklusiv in Thailand, den Philippinen und Vietnam. Parallel dazu starten die Vertriebsaktivitäten im weltweit größten Markt für nachhaltige Technologien: China. Mit hoher Umsetzungsgeschwindigkeit verfolgen SFC Energy und Toyota Tsusho ihre gemeinsame Strategie. Nach der Unterzeichnung der exklusiven Vertriebs- und Partnerschaftsvereinbarung im November 2020 und dem größten Einzelauftrag über 135 EFOY Pro Brennstoffzellen für den japanischen Markt ist nun der nächste Meilenstein durch die Expansion in weitere asiatische Märkte binnen kurzer Zeit erreicht. Eine weitere Stufe zum Ausbau der internationalen Vertriebsstrategie besteht in der Verzahnung der Kompetenzen beider Unternehmen. Langfristiges Ziel ist es, mit einem gemeinsamen Expertenteam die Märkte in Südostasien und China weiter zu entwickeln. Hierbei wird ein Umsatzvolumen von etwa EUR 100 Mio. bis 2025 angestrebt.

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: Lukassek / shutterstock.com

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