Warren Buffetts favorisierte Halteperiode ist „für immer“: Was heißt das eigentlich?

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Warren Buffetts favorisierte Halteperiode ist „für immer“: Was heißt das eigentlich?
Warren Buffett Geschäftsführer Berkshire Hathaway Orakel von Omaha

Wenn Warren Buffett eine Aktie kauft, dann macht er das aus gewissen Überzeugungen. So investiert das Orakel von Omaha beispielsweise unternehmensorientiert und mit Blick auf gewisse Kennzahlen, um den inneren Wert einer Aktie zu ermitteln.

Wichtig ist jedoch auch sein langfristig orientierter Ansatz. So investiert Warren Buffett eigentlich mit dem Ziel, eine Aktie für immer zu halten. Das hat das Orakel von Omaha bereits in einigen Zitaten sehr prägend gesagt.

Aber was heißt es eigentlich, für immer zu investieren? Und was sind die Folgen eines derartigen und zugleich sogar Foolishen Ansatzes? Eine Frage, der wir im Folgenden einmal etwas näher auf den Grund gehen wollen.

Warren Buffett: Coca-Cola & Berkshire für immer

Wenn es um die Wörtchen „für immer“ geht, so fallen mir zwei sehr Buffett-nahe Beispiele ein, die seinen Für-Immer-Ansatz prägen: Nämlich die von Berkshire Hathaway selbst. Warren Buffett hält seit etlichen Jahren einen Löwenanteil der ausstehenden Aktien der Beteiligungsgesellschaft selbst. Bloß zu wohltätigen Zwecken scheint das Orakel von Omaha inzwischen einige Anteile zu verkaufen. Allerdings können wir das in Anbetracht seiner 90 Jahre schon als für immer bezeichnen.

Eine zweite Aktie im Portfolio von Berkshire Hathaway ist die von Coca-Cola. Warren Buffett hält sein Aktienpaket inzwischen seit den späten 1980er-Jahren und hat von seinen inzwischen 400 Mio. Anteilsscheinen noch keinen einzigen verkauft. Das zeigt, dass das Orakel von Omaha weiterhin an die Produkte und die Investitionsthese glaubt. Deshalb verkauft Warren Buffett keine seiner Aktien an dem US-amerikanischen Getränkehersteller. Eben, weil sich an seiner Investitionsthese nichts verändert hat.

Ein solcher Ansatz, speziell bei Coca-Cola, hat außerdem für herausragende Renditen gesorgt. So bezieht Warren Buffett beispielsweise inzwischen eine Dividendenrendite von über 50 %, gemessen an der initialen Investition. Das ist wiederum auf den Zins- und Zinseszinseffekt zurückzuführen, auf den Warren Buffett beim Investieren setzt.

Warren Buffett sieht Unternehmen, keine Aktien

Der Für-Immer-Ansatz ist zudem Teil seiner Sichtweise, dass eine Aktie nicht bloß einen kurzfristigen Vermögenskick gibt, wenn sie steigt. Nein, das Orakel von Omaha investiert, um möglichst lange von Gewinnen und einer erfolgreichen Performance des Unternehmens zu profitieren. Das ist es, was das unternehmensorientierte Investieren letztlich ist.

Durch das Verkaufen würde Warren Buffett die Möglichkeit verlieren, von den Gewinnen und Erfolgen eines Unternehmens zu profitieren. Deshalb verkauft das Orakel von Omaha persönlich und bei Berkshire Hathaway in der Regel nur, wenn sich etwas fundamental verändert hat, beispielsweise der Markt. Oder das Unternehmen, oder der gesamte Markt, in dem das Unternehmen aktiv ist.

Mit dem Für-Immer-Ansatz sammelt der Starinvestor Unternehmensanteile, die ihn langfristig vermögender werden lassen. Selbst von der Geld-Sichtweise ist Buffett hier weit entfernt.

Auch wir sollten versuchen, für immer zu investieren

Warren Buffett investiert idealerweise für immer in eine Aktie. Das prägt seinen Ansatz und entkoppelt ihn gleichzeitig von der Aktie oder der Aktienkursentwicklung. Nicht einmal Geld steht im Vordergrund, sondern das Sammeln von starken Beteiligungen, die per Gewinne oder Dividenden Investoren reicher machen.

Wer so investiert, wird langfristig ein Vermögen aufbauen können. Selbst wenn es lange dauern mag und eine gefühlte Ewigkeit dauern kann. Trotzdem ist das der beste Weg, um langfristig die bestmöglichen Renditen zu generieren. Entsprechend können wir diesen Ansatz kopieren, um selbst von der Performance der besten Unternehmen möglichst lange profitieren zu können.

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Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short December 2020 $210 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

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