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Bitcoin: Nach dem Fakeout zurück in den Seitwärtstrend - Goldman-Sachs-Umfrage zeigt wachsendes Interesse der Versicherungsbranche an Kryptowährungen

onvista · Uhr
Quelle: tungtaechit/Shutterstock.com

Der starke Wochenstart von Bitcoin, der den Kurs der Kryptowährung bis weit über den Widerstand bei 30.000 Dollar gehoben hatte, hat sich als Fakeout herausgestellt. Im Verlauf des gestrigen Handelstages musste die Kryptowährung ihre erzielten Gewinne wieder vollständig abgeben und ist bis zurück in den Supportchannel zwischen 30.000 und 28.000 Dollar zurückgefallen. Die Tageskerze im heutigen Handel zeichnet die runde Marke erneut als charttechnischen Widerstand aus.

Quelle: tradingview

Damit bleibt die Frage weiterhin offen, ob der Sturz bis an die Marke von 25.000 Dollar Mitte Mai der Boden eines Bärenmarktes war oder ob weiteres Abwärtspotenzial besteht, nun, da das kurzfristige Aufwärtsmomentum sich als nicht nachhaltig erwiesen hat.

Versicherer interessieren sich zunehmend für die Assetklasse

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Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat kürzlich seine jährliche globale Umfrage zu Versicherungsinvestitionen veröffentlicht und dabei zum ersten Mal auch Fragen zu Investments in Kryptowährungen gestellt. Dabei kam heraus, dass in der Versicherungs-Branche ein wachsendes Interesse an einer Diversifikation mit Krypto-Assets besteht, allen voran bei US-Versicherern.

Laut der Umfrage haben 11 Prozent der US-Versicherungsunternehmen entweder ein Interesse an Investitionen oder eine aktuelle Investition in Krypto bekundet. Bei asiatischen Versicherern trifft dies auf etwa 6 Prozent zu. Europäische Versicherer sind mit lediglich 1 Prozent Schlusslicht.

Mike Siegel, Global Head of Insurance Asset Management bei Goldman Sachs, sagte am Dienstag im Podcast „Exchanges at Goldman Sachs“ des Unternehmens, er sei überrascht, dass überhaupt ein nennenswertes Ergebnis zutage gekommen ist: „Wir haben zum ersten Mal zum Thema Krypto befragt, von dem ich dachte, dass es keine Antworten geben würde, aber ich war überrascht. Gut 6 Prozent der Befragten aus der [globalen] Branche gaben an, dass sie entweder in Krypto investiert sind oder eine Investition in Krypto erwägen.“

Laut Siegel konzentrieren sich die derzeitigen Investments vor allem darauf, die neue Assetklasse zu verstehen, jedoch sei eine langfristige strategische Positionierung erkennbar: „Wir haben dazu einige Folgefragen gestellt, und im Allgemeinen tun die Unternehmen, die entweder investiert sind oder Krypto in Betracht ziehen, dies, um den Markt und die Infrastruktur zu verstehen. Aber wenn dies zu einer transaktionsfähigen Währung wird, wollen sie später die Möglichkeit haben, Policen in Krypto zu benennen und auch Prämien in Krypto zu akzeptieren, genau wie sie es beispielsweise in Dollar oder Yen oder Pfund Sterling oder Euro tun.“

Mathew McDermott, Global Head of Digital Assets der Bank, schrieb in dem Bericht: „Während der Kryptomarkt weiter reift, gepaart mit wachsender regulatorischer Sicherheit, wird ein Querschnitt von Institutionen zuversichtlicher, Investitionsmöglichkeiten zu erkunden und die disruptiven Auswirkungen der zugrunde liegenden Blockchain-Technologie zu erkennen. Ich war positiv überrascht von der zunehmenden Akzeptanz durch globale Vermögensverwalter, die das Potenzial dieses Marktes klar erkennen.“

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