Pfizer will neue Krebsarznei mit Morphosys-Medikament testen

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Frankfurt (Reuters) - Der US-Pharmakonzern Pfizer will bei der Entwicklung eines neuen Krebsmedikaments mit dem deutschen Biotechunternehmen Morphosys zusammenarbeiten.

Pfizer will sein Krebsmittel TTI-622 in einer klinischen Studie in Kombination mit dem Morphosys-Krebsmedikament Monjuvi testen, wie die beiden Unternehmen am Montagabend mitteilten. Getestet werden soll die Kombinationstherapie bei Patienten mit diffusen großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL), eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems, die nicht für eine Stammzelltransplantation infrage kommen. Finanzielle Details der Kooperation wurden nicht genannt.

"Die ersten Ergebnisse bei fortgeschrittenen lymphatischen Erkrankungen in der Spätphase weisen auf das Potenzial von TTI-622 als führende Monotherapie hin, und präklinische Erkenntnisse mit verschiedenen therapeutischen Wirkstoffen zusammen ergaben, dass die Untersuchung einer Kombinationstherapie sehr sinnvoll wäre", sagte Chris Boshoff, Leiter der Entwicklung in der Onkologie bei Pfizer. Morphosys und sein Partner Incyte werden Monjuvi für die Studie zur Verfügung stellen, diese wird von Pfizer finanziert.

TTI-622 befindet sich derzeit in der frühen Phase der klinischen Entwicklung. Monjuvi, das Morphosys in den USA zusammen mit Incyte vermarktet, ist ein wichtiger Umsatzbringer für das Unternehmen. Morphosys-Aktien stiegen im vorbörslichen Handel nach Bekanntgabe der Zusammenarbeit um mehr als acht Prozent.

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