Oberrhein wegen Hochwasser für die Binnenschifffahrt gesperrt

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Berlin (Reuters) - Nach heftigen Regenfällen ist Deutschlands wichtigste Wasserstraße Rhein für die Schifffahrt teilweise gesperrt.

"Am Oberrhein ruht die Schifffahrt", sagte ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. "Hier wurden kritische Marken bei den Pegelständen übertroffen." Zu den betroffenen Regionen gehören etwa Maxau bei Karlsruhe, Mannheim und Worms.

Am Mittelrhein - also in etwa der Bereich zwischen Mainz und Bonn - dürfte es dem WSA zufolge am Dienstag oder Mittwoch zu Sperrungen kommen. "Nach den jetzigen Prognosen dürften diese aber nicht sehr lang sein", sagte der Sprecher. Mit den Sperrungen soll verhindert werden, dass durch den Schiffsverkehr Schäden für die Anrainer entstehen. Die Schiffe erzeugen Wellen, die bei Hochwasser über die Uferkante treten und etwa Keller volllaufen lassen können.

Der Rhein ist ein wichtiger Transportweg für Güter wie Getreide, Kohle, Benzin und Heizöl. In den vergangenen Jahren war es immer wieder zu Behinderungen durch Niedrigwasser gekommen. Allerdings wurden 2023 auf den deutschen Binnenwasserstraßen vor allem wegen der Konjunkturflaute so wenige Güter transportiert wie noch nie seit der deutschen Vereinigung 1990 - insgesamt 172 Millionen Tonnen, 5,9 Prozent weniger als 2022, wie das Statistische Bundesamt ermittelte.

Extreme Regenfälle haben in den vergangenen Tagen in Süddeutschland zu überfluteten Straßen und Evakuierungen geführt. In einigen Regionen kam es bereits zu Dammbrüchen. Der Deutschen Bahn zufolge ist der Fernverkehr nach München beeinträchtigt, ebenso der Nahverkehr in Bayern. Im Freistaat ist ein Feuerwehrmann bei einem Rettungseinsatz ums Leben gekommen. In einigen Kommunen wurde mittlerweile der Katastrophenfall ausgerufen.

(Bericht von Rene Wagner, redigiert von Sabine Wollrab - Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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