Einkaufsmanagerindex

US-Dienstleister wachsen nicht mehr - Anzeichen für Konjunkturabkühlung

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Stuart Monk/Shutterstock.com

Washington (Reuters) - Die Geschäfte der US-Dienstleister sind im Juni überraschend geschrumpft und sprechen damit für eine Konjunkturabkühlung.

Der Einkaufsmanagerindex fiel im Juni auf 48,8 Zähler von 53,8 Punkten im Mai, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten monatlichen Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Die Wachstumsschwelle liegt bei 50 Zählern. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Rückgang auf 52,5 Punkte gerechnet, womit sich der Servicesektor aber weiter im Wachstumsbereich gehalten hätte.

"Die Stimmung trübt sich deutlich ein. Der ISM-Index des Dienstleistungsgewerbes ist kräftig gesunken", so das Fazit von Helaba-Ökonom Ulrich Wortberg. Die Anzeichen für eine Abschwächung der konjunkturellen Dynamik mehrten sich: "Vor diesem Hintergrund werden die Zinssenkungserwartungen bezüglich der Fed forciert, auch weil die Beschäftigungskomponente gesunken ist und die Preiskomponente ebenfalls nachgegeben hat." Die US-Industrie beschleunigte ihre Talfahrt im Juni sogar, wie aus dem jüngst veröffentlichten ISM-Einkaufsmanagerindex für den Wirtschaftszweig hervorgeht.

Die US-Notenbank Fed will mit ihrer Hochzinspolitik die Inflation eindämmen, ohne jedoch die Wirtschaft abzuwürgen. Sie hält den Leitzins aktuell in der Spanne von 5,25 Prozent bis 5,50 Prozent. Die Notenbank hat für das laufende Jahr eine Zinswende nach unten in Aussicht gestellt. Viele Investoren rechnen frühestens im September damit. Aus den am Abend (20.00 MESZ) anstehenden Protokollen der Juni-Sitzung erhoffen sie sich weiteren Aufschluss über den geldpolitischen Kurs.

(Bericht von Dan Burns, geschrieben von Reinhard Becker; Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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