14 Hausdurchsuchungen in Belgien wegen Terrorismus-Verdachts

Brüssel (Reuters) - In Belgien hat die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben im Rahmen von Terrorismus-Ermittlungen 14 Hausdurchsuchungen vorgenommen.
Dabei seien sieben Personen zu Befragungen mitgenommen worden, teilte die Behörde am Donnerstag mit. "Sie werden unter anderem verdächtigt, einen terroristischen Anschlag vorbereitet zu haben. Die konkreten Ziele des Anschlags stehen noch nicht fest", hieß es. Durchsuchungen gab es demnach in Antwerpen, Lüttich, Gent und der Region Brüssel. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich zunächst nicht zu der Frage, ob der Fall in irgendeinem Zusammenhang mit den am Freitag beginnenden Olympischen Spielen in Paris steht.
Der französische Anti-Terror-Staatsanwalt teilte auf Anfrage mit, dass es in Frankreich keine Festnahmen oder Durchsuchungen im Rahmen der Ermittlungen gegeben habe.
Die Attentäter der Pariser Anschläge von 2015, bei denen 130 Menschen getötet und 368 verletzt wurden, hatten ihre Taten größtenteils von Belgien aus geplant und koordiniert. Mehrere der Angreifer waren belgische Staatsangehörige oder in Belgien ansässig. 2016 waren bei Bombenanschlägen am Brüsseler Flughafen 34 Menschen getötet und 340 verletzt worden.
(Bericht von Charlotte Van Campenhout, Marta Fiorin, Geert De Clercq und Dominique Vidalon. Geschrieben von Ralf Bode, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)