Ukraine greift Treibstofflager an - Öltanks in Region Rostow brennen

(Reuters) - Die Ukraine weitet ihre Angriffe auf Treibstofflager in Russland aus.
Im Bezirk Kamenski der Oblast (Verwaltungseinheit) Rostow standen am Mittwoch nach einem Drohnenangriff mehrere Tanks in Flammen. "Es gibt keine Verletzten", teilte Gouverneur Wassili Golubew im Kurznachrichtendienst Telegram mit. "Feuerwehrleute sind dabei, das Feuer zu löschen." Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Stellungnahme zu den Angaben.
Erst vor zehn Tagen hatte die ukrainische Luftwaffe ein Depot für Diesel im Bezirk Proletarsk in der Oblast Rostow mit Drohnen angegriffen. Auch am Mittwoch war der Brand in dem Lager, das 74 einzelne Tanks hat, nach Angaben in einem russischen Telegram-Kanal noch nicht gelöscht.
Der Telegram-Kanal Basa, der russischen Sicherheitsdiensten nahesteht, berichtete, drei Tanks würden im Kamenski-Öldepot in Flammen stehen. Zwei Drohnen seien auf das Areal gestürzt. In sozialen Netzwerken wurden Videos gezeigt, auf denen zu sehen ist, wie in der Nacht große Tanks brennen. Reuters konnte eines der Videos dem Bezirk Kamenski zuordnen.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in der Nacht seien vier Drohnen über der Region V abgeschossen worden. Der Angriff auf das Kraftstofflager wurde nicht erwähnt.
Auch in der Oblast Woronesch nördlich der Oblast Rostow meldete der dortige Gouverneur, Alexander Gussew, am Mittwoch Drohnenangriffe. Die Trümmer einer der Drohnen hätten ein Feuer "in der Nähe von explosiven Objekten" ausgelöst. Was er damit genau meinte, teilte der Gouverneur nicht mit. Eine Detonation habe es nicht gegeben, schrieb er auf Telegram. Das Feuer sei gelöscht worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, acht Drohnen seien über Woronesch zerstört worden. Einzelheiten wurden nicht genannt.
(Bericht von Lidia Kelly , geschrieben von Hans Busemann, redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)