Immobilien

Ifo - Nachfrage nach Büroflächen wird wegen Homeoffice um zwölf Prozent sinken

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Danielcc/Shutterstock.com

Deutsche Unternehmen reduzieren wegen des anhaltenden Trends zum regelmäßigen Homeoffice ihre Büroflächen - besonders die großen.

6,2 Prozent haben das bereits getan, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag zu seiner Umfrage mitteilte. Weitere 8,3 Prozent planen dies in den kommenden fünf Jahren. "Besonders stark zeigt sich dieser Trend bei Dienstleistern und Großunternehmen, die den Großteil der Büroflächen nutzen", sagte Ifo-Forscher Simon Krause. "Jedes vierte dieser Unternehmen hat seine Büroflächen verkleinert oder plant es."

Die Homeoffice-Quote in Deutschland liegt seit knapp zwei Jahren stabil bei einem Viertel der Beschäftigten und zwei Drittel der Unternehmen. "Trotz Aufforderungen einzelner Unternehmen zur Rückkehr ins Büro hat sich das regelmäßige Arbeiten im Homeoffice etabliert", sagte Krause. "Die Firmen passten daher schrittweise ihren Büroflächenbedarf an." Da die Mietverträge oft langfristig abgeschlossen werden, dürfte der Gesamteffekt erst zeitverzögert eintreten. "Basierend auf unseren Studien erwarten wir, dass langfristig die Nachfrage nach Büroflächen wegen Homeoffice um etwa zwölf Prozent sinken wird", sagte Ifo-Experte Krause.

Dienstleister und Großunternehmen ziehen eine Reduzierung der Büroflächen am häufigsten in Betracht. 11,8 Prozent der großen Dienstleistungsbetriebe haben bereits verkleinert, 14,0 Prozent wollen dies innerhalb der nächsten fünf Jahre tun. Weniger Büroverkleinerungen gibt es in der Industrie (5,6 Prozent erfolgt, 6,8 Prozent geplant), im Handel (1,7 Prozent erfolgt, 4,5 Prozent geplant), im Baugewerbe (0,2 Prozent erfolgt, 1,6 Prozent geplant) und bei kleinen Unternehmen (4,2 Prozent erfolgt, 6,1 Prozent geplant). "Die Reduzierung von Büroflächen stellt den angespannten Immobilienmarkt vor Herausforderungen", sagte Krause. "In Kombination mit wirtschaftlichen Unsicherheiten, gestiegenen Zinsen und Baukosten ist keine schnelle Erholung in Sicht."

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