50 Tote und 271 Verletzte bei russischem Angriff auf Poltawa

Reuters · Uhr
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Kiew (Reuters) - Bei einem russischen Raketenangriff auf die zentralukrainische Stadt Poltawa sind nach ukrainischen Angaben am Dienstag mindestens 50 Menschen getötet worden.

Es gebe zudem mehr als 271 Verletzte, teilte Olena Selenska, die Frau des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, auf X mit. Es war der schwerste einzelne Angriff Russlands auf ukrainische Ziele in diesem Jahr. Bei dem Angriff soll ein Gebäude des militärischen Instituts für Kommunikation teilweise zerstört worden sein. Er habe eine umfassende und zügige Untersuchung der Umstände des Angriffs angeordnet, teilte der Präsident mit.

Bei den Toten und Verletzten handelt es sich um ukrainische Landstreitkräfte. In einer Erklärung der ukrainischen Streitkräfte auf Telegramm hieß es, dass eine Untersuchung eingeleitet worden sei. Man wolle feststellen, ob genug getan worden sei, um das Personal zu schützen. "Dies ist eine fürchterliche Tragödie für die gesamte Ukraine. Der Feind hat eine Bildungseinrichtung und ein Krankenhaus getroffen", schrieb Selenska auf X. Russland, das im Februar 2022 in das Nachbarland einmarschiert war, äußerte sich zunächst nicht zu dem Anschlag.

"Das russische Gesindel wird definitiv für diesen Schlag zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Selenskyj. Er wiederholte seine Forderung nach mehr westlichen Luftabwehrsystemen und drängte die Verbündeten, den Einsatz ihrer Langstreckenwaffen für Angriffe tief im russischen Territorium zu erlauben, um die Ukraine zu schützen. "Wir sagen es immer wieder allen in der Welt, die die Macht haben, diesen Terror zu stoppen: Luftabwehrsysteme und Raketen werden in der Ukraine gebraucht, nicht in einem Lager irgendwo", sagte Selenskyj. "Langstreckenschläge, die uns vor dem russischen Terror schützen können, werden jetzt benötigt, nicht irgendwann später. Leider bedeutet jeder Tag der Verzögerung den Verlust von Leben."

Aus deutschen Sicherheitskreisen verlautete, die Bundesregierung wolle der Ukraine weitere sechs Flugabwehrsysteme vom Typ IRIS-T SLM zur Verfügung stellen. Zudem wolle die Bundesregierung weitere sechs dieser Systeme für die Bundeswehr beschaffen.

(Bericht von Olena Harmashm, Anastasiia Malenko und Sabine Siebold. Geschrieben von Alexander Ratz und Birgit Mittwollen. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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