Schaeffler-Chef - Stellenabbau nicht nur wegen Vitesco-Fusion

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München (Reuters) - Der Wälzlager-Spezialist Schaeffler könnte nach Aussagen von Vorstandschef Klaus Rosenfeld nicht infolge der bevorstehenden Fusion mit dem Autozulieferer Vitesco Stellen abbauen.

Zu den Stellenstreichungen in der Verwaltung könnten weitere hinzukommen - wie viele, sei aber noch unklar: "Das hat auch damit zu tun, dass wir noch prüfen, was sich - unabhängig vom eigentlichen Zusammenschluss - aus dem aktuellen Marktumfeld ergibt", sagte Rosenfeld der "Wirtschaftswoche". Insgesamt werde der Stellenabbau aber deutlich geringer ausfallen als beim großen Konkurrenten ZF Friedrichshafen, der 13.000 Stellen streichen will: "Nein, nicht in dieser Größenordnung", sagte Rosenfeld dem Magazin.

Dass nach der für den 1. Oktober geplanten Verschmelzung mit Vitesco Stellen wegfallen würden, hatte Rosenfeld bereits im März angekündigt. "Wir brauchen keine zwei Hauptquartiere. Auch bei bestimmten Funktionen sind wir doppelt besetzt", präzisierte er nun in der "Wirtschaftswoche". "Wir werden also auch ausgewählte Stellen streichen müssen."

Schlechter als gedacht läuft es bei Schaeffler nicht nur in der Autozuliefer-Sparte. In China wachse die Billig-Konkurrenz, warnte Rosenfeld. Dort habe die Industriesparte von Schaeffler lange Zeit viel Geld mit Lagern für Windkraftanlagen verdient. "Plötzlich kommen neue Spieler auf das Feld, die vielleicht nicht unsere Qualität zusichern können, aber ihre Produkte deutlich günstiger anbieten", teilweise um mehr als 25 Prozent, sagte der Vorstandschef. Schaeffler müsse daher in China "in Zukunft mit geringeren Margen auskommen".

(Bericht von Alexander Hübner. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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