SPD-Spitze stärkt Scholz in Kandidatenfrage demonstrativ den Rücken

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Berlin (Reuters) - Die SPD-Spitze hat Kanzler Olaf Scholz demonstrativ den Rücken gestärkt.

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich bezeichnete den Kanzler am Dienstag als genau den richtigen Kandidaten, weil es um "Kompetenz und Erfahrung" gehen werde. SPD-Co-Chef Lars Klingbeil sagte in einem Video auf Instagram: "Das wird die Auseinandersetzung zwischen Olaf Scholz und Friedrich Merz werden. Das ist eine Richtungswahl." Bereits am Montag hatte SPD-Generalsekretär Matthias Miersch auf Nachfragen zum SPD-Kanzlerkandidaten betont, es sei klar, dass die SPD erneut mit dem Kanzler antrete.

Hintergrund der Debatte sind kritische Stimmen aus der SPD, die lieber Verteidigungsminister Boris Pistorius ins Rennen schicken wollen. Doch zum einen erteilte dieser solchen Spekulationen am Montag eine Absage. Zum anderen hatte sich bisher nur Kritiker aus der zweiten oder dritten Reihe zu Wort gemeldet. So zitiert das Magazin "Stern" den SPD-Landrat von Groß-Gerau, der sich für Pistorius ausspricht. Zudem hatten sich der Münchner Oberbürgermeister sowie zwei Hamburger SPD-Bürgerschaftsabgeordnete entsprechend geäußert.

Auslöser der Debatte sind schlechte Umfragewerte für den Kanzler. Laut einer Forsa-Umfrage für die TV-Sender RTL/ntv würde sich bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz derzeit nur 16 Prozent für Scholz aussprechen, aber 20 Prozent für Robert Habeck (Grüne) und 32 Prozent für Merz (plus drei Prozentpunkte zur Vorwoche). 32 Prozent möchten keinen der drei Kandidaten als Bundeskanzler. Dagegen würde Pistorius im Vergleich mit Merz deutlich besser abschneiden: Bei der Frage nach beiden Politikern entschieden sich bei der Kanzlerpräferenz 39 Prozent für Pistorius und 25 Prozent für Merz.

(Bericht von Andreas Rinke; redigiert von Hans Busemann; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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